Gesund im Job - Sandra Linde

Das Selbstwertgefühl am Arbeitsplatz pflegen

In der oft unpersönlichen, leistungsorientierten Arbeitswelt müssen wir dem Humankapital unbedingt unseren Selbstwert gegenüberstellen. Ein starkes Selbstwertgefühl am Arbeitsplatz ist sozusagen Gold wert.

Selbstwertgefühl in der Leistungsgesellschaft

Die Bewertung bzw. Wertschätzung der eigenen Person, also wie viel Wert wir uns beimessen, trägt maßgeblich dazu bei, wie wir nach außen hin auftreten und wirken. Im Privatleben und in der Arbeitswelt. Vor allem im Job kommen Menschlichkeit und die Wertschätzung der individuellen Person oftmals zu kurz. Wir sind eine Leistungsgesellschaft, also ist Leistung meist das einzige, was zählt. Um in diesem Leistungsprinzip menschlich nicht zu verkümmern, kann man ihm etwas entgegensetzen: den persönlichen Selbstwert.

Realistische Selbstbewertung

Das Gute am Selbstwert ist, dass er nur von uns selbst bestimmt werden kann. Die Bewertungskriterien legen wir selbst fest und eine Bewertung erfolgt ausschließlich durch uns. Hört sich erstmal richtig toll an. Leider fließen aber auch äußere Eindrücke in unser Bewertungssystem mit ein. Aus der Interaktion und Kommunikation mit den Menschen in unserem privaten und beruflichen Umfeld, aus der Vergangenheit und der Gegenwart, ziehen wir Rückschlüsse auf unsere Person. Das heißt, die Art und Weise, wie andere Menschen mit uns umgehen, wie sie uns bewerten, hat oftmals einen Einfluss auf die Selbstbewertung. Es lohnt sich aber, alte und festgefahrene Glaubensmuster zu hinterfragen und sich ein Bild von sich selbst zu machen, das dann auch der Realität entspricht. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist in allen Lebenslagen von großem Vorteil.

Stärken gekonnt ausspielen

Gerade am Arbeitsplatz, im ständigen Kontakt mit Menschen, ist es wichtig, sich das eigene Selbstwertgefühl bewusst zu machen. Wer seinen Selbstwert hoch einschätzt, nimmt nichts so schnell persönlich. Man fühlt sich nicht immer gleich angegriffen, und man bezieht nicht alles auf sich. Dies funktioniert aber nur, wenn man sich als Mensch gut bewertet; zu seinen Schwächen stehen, seine Stärken gekonnt einsetzen und Fehler zugeben kann. Im Arbeitsalltag kann so ein Verhalten vieles erleichtern. Ist man sich seiner Fähigkeiten bewusst, sollte man dies auch kommunizieren. Denn so ist es für einen Vorgesetzten oder ein Team leichter, Mitarbeiter gezielt in den Bereichen einzusetzen, in denen ihre Stärken liegen. Das ist zum einen effektiv im Arbeitsprozess, zum anderen ist der individuelle Wohlfühlfaktor sehr hoch.

Grenzen setzen am Arbeitsplatz

Wer sich selbst viel wert ist, wird es nicht zulassen, schlecht behandelt zu werden. Menschen mit einem starken Selbstwertgefühl lassen sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Sie achten auf sich und setzen auch mal eine Grenze, wo es respektlos wird oder unter die Gürtellinie geht. Ein wertvoller Mensch möchte schließlich entsprechend behandelt werden. Das betrifft sowohl den Umgangston am Arbeitsplatz als auch beispielsweise das Aufgabengebiet im Job. Es ist wichtig, auch „nein“ sagen zu können. Sonst läuft man Gefahr, ausgenutzt zu werden und der Trottel vom Dienst zu sein. Ein starkes Selbstwertgefühl wirft nichts so schnell aus der Bahn.

Fotocredit: (c) iStock.com/Irina Griskova


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