Gesund im Job - Doro Raht

Freizeit und Beruf – die Work-Life-Balance zählt!

Wenn Sie es schaffen, Freizeit und Beruf weitgehend zu trennen, werden Sie glücklicher, zufriedener, gesünder – und auch erfolgreicher im Beruf sein! Der Ausgleich zwischen Beruflichem und Privatem, also eine gute Work-Life-Balance, ist die beste Burn-Out Prophylaxe. Diese 3 Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung!

1. Freunde außerhalb der Arbeit suchen

Auch wenn es sich manchmal so anfühlen mag: die Firma ist keine Familie und die Kollegen sind kein Freundeskreis! Es ist schön, wenn Sie sich mit Ihren Kollegen gut verstehen und auch mal in der Freizeit etwas zusammen unternehmen können. Vielleicht entsteht im Laufe des Berufslebens auch die ein oder andere Freundschaft, die sogar Firmenwechsel übersteht. Generell ist es aber aus mehreren Gründen wichtig, dass man nicht alle sozialen Kontakte auf der Arbeitsstelle hat. Zum einen ist die Basis der Freundschaft nicht so stabil und Jobwechsel können dazu führen, dass man sich aus dem Auge verliert. Aber auch der Wechsel von Hierarchieebenen kann zu Problemen führen. Gerad war man noch befreundet und nun ist eine die Chefin. Konflikte bei der Arbeit können sich in das vermeintliche Privatleben tragen, wenn man seine Freizeit mit den Kolleginnen verbringt. Umgekehrt können private Konflikte mit Kollegen sich negativ auf die Stimmung bei der Arbeit auswirken.
Weiterhin ist es wichtig, weitere Themen und Interessen neben dem Beruf im Leben zu haben. Kollegen neigen auch nach Feierabend dazu, viel über die Arbeit zu reden.

Arbeitskontakte haben meist einen anderen Charakter als Freundschaften außerhalb der Arbeit. Denn: wer ist da, wenn man Liebeskummer hat? Wer pflegt einen, wenn man krank ist, geht dann einkaufen oder mit dem Hund Gassi? Das sind in der Regel nicht die Kollegen, sondern wahre Freunde, Familie oder Partner.

2. Innerlicher Abstand statt dauernde Erreichbarkeit

Wenn man ständig für die Arbeit erreichbar ist, seine Firmen-Emails morgens nach dem Aufstehen oder Abends vorm ins Bett gehen nochmal checkt, bekommt man nie richtig Abstand im Kopf von der Arbeit. Ständig arbeitet man innerlich weiter an beruflichen Problemstellungen des Tages. So bekommt man nicht die nötige Erholung. Das ist zum einen schlecht für den psychischen Ausgleich und die Zufriedenheit. Zum anderen schadet dies auch der Arbeitsleistung: Menschen, die sich in ihrer Freizeit vielfältigen Interessen widmen und so verschiedenste Stimulationen bekommen, sei es durch Theater, Musik, Sport oder anderes, sind viel kreativer in der Lösung von Problemen. Ein kleiner Trost wenn Sie mal buchstäblich schwer abschalten können: Ihr Unterbewusstsein arbeitet sowieso an Problemstellungen weiter – dabei hilft es sogar sich einer anderen Tätigkeit zu widmen. Manchmal fällt einem dann die Antwort auf ein Problem ganz von alleine ein! Vielleicht motiviert es Sie auch zu erfahren, dass Menschen, die ein ausgefülltes Privatleben haben, länger erfolgreich im Beruf sind. (Mehr Tipps gegen ständige Erreichbarkeit finden Sie hier)

3. Präsent sein im eigenen Leben

Ständig erreichbar zu sein, heißt auch: nie präsent im jetzigen Moment zu sein, nie ganz bei der Familie oder dem Treffen mit Freunden. Dabei arbeiten wir doch eigentlich, um zu Leben und nicht umgekehrt. Wenn Ihnen Ihr Beruf Spaß bringt und Sie erfüllt, ist das toll – aber alleiniger Sinn im Leben sollte die Arbeit nicht sein. Das Leben sollte auf mehreren Pfeilern gebaut sein, als nur dem einen.

Schenken Sie den Menschen um Sie herum Ihre volle Aufmerksamkeit. Zeigen Sie Ihren Kindern, wie wichtig sie für Sie sind, indem Sie Ihnen ganz zuhören und den Laptop weglegen. Lassen Sie Ihr Smartphone einfach mal aus, wenn Sie Zeit mit Ihren Freundinnen oder Ihrer Liebesbeziehung verbringen. Setzen Sie Prioritäten und zeigen den Menschen, die Sie lieben, wie sehr Sie sie schätzen!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Trennung von Beruf und Freizeit! Teilen Sie gern Ihre Erfahrungen mit uns.

Fotocredit: iStock.com/monkeybusinessimages


Online-Beratung durch Psychologen


Elisabeth Poisinger

Mag. Elisabeth Poisinger

Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin

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