Besser leben - Sandra Linde

Richtig entspannen im Urlaub

Entspannen und Entschleunigen will gelernt sein. Das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung ist groß in unserer schnelllebigen Zeit. Vielen Menschen gelingt es dennoch nicht, sich im Urlaub richtig zu erholen.

Folgendes Szenario dürfte Einigen bekannt vorkommen: Man zählt die Wochen und Tage runter bis zum ersten Urlaubstag. Und wenn der heiß ersehnte Tag endlich da ist, macht sich eine große Leere und Unruhe breit. Man kann nicht richtig abschalten, das Gedankenkarussell lässt sich nicht stoppen und irgendwie weiß man eigentlich mit der ganzen Freizeit nicht viel anzufangen.

Raus aus dem Alltag

Egal ob Urlaub zu Hause oder in der Ferne, wichtig ist zunächst, aus dem Alltag rauszukommen. Sowohl gedanklich als auch tatsächlich. Das mag eine Portion Achtsamkeit und Disziplin erfordern, ist aber notwendig. Sämtliche Gedanken an die Probleme des Alltags und vor allem alles, was mit Berufsleben zu tun hat, sollte aus dem Kopf verdrängt werden. Es ist besser, sich gedanklich mit der Planung der Freizeit zu beschäftigen. Damit, wie man die nächste Zeit positiv gestalten kann mit allem, wonach einem der Sinn steht. Darüber hinaus sollten sämtliche, mit dem Berufsalltag verknüpften Rituale vorübergehend ersetzt werden. Möglich wäre zum Beispiel eine Art Gegenkonzept zum normalen Alltag zu entwerfen, was den Ablauf und die Gestaltung angeht. Dinge tun, für die sonst keine Zeit ist und die dafür sorgen, dass die Akkus wieder aufgeladen werden können.

Standleitung kappen und entspannen

Die ständige Reizüberflutung im Alltag und vor allem im Berufsleben verursacht psychischen und körperlichen Stress, obwohl uns das oft nicht bewusst ist. Wir haben uns aber so sehr daran gewöhnt, dass es sich fast so anfühlt, als würde uns ein Körperteil fehlen, wenn wir Urlaub plötzlich ohne auskommen sollen. Denn nicht erreichbar sein zu können oder zu müssen ist ein Luxus, an den sich viele erst gewöhnen müssen. Um sich optimal erholen und entspannen zu können, ist das allerdings sehr wichtig. Das Vakuum, das entsteht, wenn nicht mehr ständig Emails oder Anrufe ankommen und beantwortet werden müssen, sollte im Idealfall mit positiven Gedanken und Aktivitäten gefüllt werden, die einem Spaß machen.

Den perfekten Weg zu einem entspannten Urlaub gibt es nicht. Jeder Mensch muss für sich selbst herausfinden, wie er sich am besten erholen und runterfahren kann. Und es ist völlig normal, dass die ersten Urlaubstage eine Art Übergangsphase darstellen, in der man noch nicht komplett vom Alltag abschalten kann. Ein mulmiges Gefühl im Bauch oder gar Angst vor Freizeit sollte jedoch niemand haben müssen. Es ist in Ordnung, wenn man mal einfach in den Tag hineinleben kann. Wichtig ist, negative Gedanken wegzuschieben und sich seine Freizeit so zu gestalten, wie man möchte.

Fotocredit: (c) iStock.com/petrenkod


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Anke Fleischer

Dipl.-Psych. Anke Fleischer

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