Gesund im Job - Roland Galler

Richtige Ernährung für mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Büroalltag

Es steht außer Zweifel, dass körperliches sowie psychisches Wohlbefinden als auch vollwertige Ernährung zusammenhängen und die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Um sich vollwertig und gesund zu ernähren braucht es jedoch Zeit und Aufmerksamkeit – wie schafft man das in einem fordernden Arbeitsumfeld?
Die folgenden 7 Vorschläge lassen sich nahezu überall umsetzen:

  1. Wichtig ist grundlegendes Ernährungswissen
    Was bedeutet es, sich vollwertig zu ernähren? In einem Satz: von nichts zu wenig, von nichts zu viel. Verschiedene Getreide- und Fleischsorten, Obstsorten, Frucht-, Wurzel- und Blattgemüse, Nüsse und Samen sollen im Speiseplan vorkommen. Industriell stark verarbeitete Produkte wie Zucker, Auszugsmehle und Fertiggerichte, sollen dabei eher die Ausnahme bilden. Diese geben zwar kurzfristig und schnell Energie, das Pendel schlägt jedoch im selben Ausmaß zurück, sodass Müdigkeit und Lustlosigkeit die Folge sein können.
  2. Auf Regelmäßigkeit achten
    Eine regelmäßige Energiezufuhr zu bestimmten Zeiten hält die Leistungskurve und das Wohlbefinden aufrecht. Ein guter Start in den Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Vormittags dann ein kleiner Snack und mittags eine ausgewogene Mahlzeit. Doch nicht jeder mag ein großes Frühstück oder mehrgängiges Mittagessen. Auf persönliche Gewohnheiten und Vorlieben darf dabei Rücksicht genommen werden! Als besonders wichtig erachte ich jedoch, Esspausen von 3-4 Stunden einzuhalten, denn der Blutzuckerspiegel benötigt zwischen den Spitzenzeiten auch Ruhe.
  3. Gesunde Snacks
    Fällt eine Mahlzeit doch einmal wegen eines Meetings oder einer Dienstreise aus, lohnt es sich, nährstoffreiche Snacks bei sich zu haben: verschiedene Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel oder Schokolade mit hohem Kakaoanteil. Übrigens, dass Schokolade glücklich macht kommt nicht von irgendwo: die in der Kakaobohne enthaltene Aminosäure Tryptophan ist für die Produktion des Glückshormons Serotonin erforderlich. Es schadet also nicht, hin und wieder zu Schokolade zu greifen.
  4. Gemeinsam Lieferservices nutzen
    Auch Cateringfirmen haben das Bedürfnis nach gesunder Ernährung im Arbeitsalltag entdeckt und haben entsprechende Angebote. Die Lieferkosten lohnen sich jedoch für den Einzelnen oft nicht. In diesen Fällen lohnt es sich, gemeinsam mit KollegInnen zu bestellen. Dann kommt beim gemeinsamen Mittagessen die soziale Komponente auch nicht zu kurz.
  5. Warme Speisen und Getränke, vor allem an kalten Tagen
    Genießen Sie Ihr Mittagessen möglichst warm. Rohkost und kalte Speisen müssen vom Körper um ca. 17 Grad erwärmt werden und das kostet Energie. Gerade im Winter sollte man daher vorrangig warme Speisen zu sich nehmen. Wer im Büro keine Kochmöglichkeit hat, kann sich mit Thermoskannen behelfen. Diese gibt es nicht nur für Getränke, sondern auch für Speisen. Wenn in Ihrem Haushalt selbst gekocht wird, lohnt es sich einfach mehr zuzubereiten und die übrige Suppe, Eintopf oder Auflauf am nächsten Morgen zu erhitzen und in der Thermoskanne ins Büro mitzunehmen.
  6. Zeit nehmen und genießen
    Sich eine Pause gönnen, innehalten, gründlich kauen, das Essen bewusst genießen, die verschiedenen Aromen schmecken, mit allen Sinnen beim Essen sein – dadurch wird das Essen bekömmlicher, und die körperlichen sowie geistigen Batterien werden gleichermaßen aufgeladen.
  7. Viel trinken
    Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit für eine optimale Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Schon bei einem Flüssigkeitsmangel von 2% sinkt die Leistungsfähigkeit um etwa 20% ab. Auch die Laune sinkt, Konzentrationsfähigkeit lässt nach und Kopfschmerzen können die Folge sein. Daher genügend Wasser und zuckerfreie Kräutertees trinken. Kaffee darf natürlich sein, aber in Maßen!

Bei all den Tipps und Ratschlägen zur richtigen Ernährung sollten letztlich aber die Freude und der Spaß am Essen nicht zu kurz kommen. Nur gesund, dass es nicht mehr schmeckt, sollte das Essen nicht sein. Denn der Genusseffekt hat wahrscheinlich die größte Auswirkung auf die Psyche.

Aber wie sieht Ihre persönliche Menüplanung im Arbeitsalltag aus? Schreiben Sie mir unten ins Kommentarfeld, ich bin gespannt!

Fotoquelle: Up to Eleven


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Elisabeth Feiks

Mag. Elisabeth Feiks

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