{"id":711,"date":"2015-11-13T18:08:06","date_gmt":"2015-11-13T17:08:06","guid":{"rendered":"https:\/\/instahelp.me\/?post_type=lexikon&#038;p=711"},"modified":"2021-09-09T00:26:41","modified_gmt":"2021-09-08T22:26:41","slug":"adipositas-und-esssucht","status":"publish","type":"lexikon","link":"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/adipositas-und-esssucht\/","title":{"rendered":"Adipositas &#8211; Esssucht"},"content":{"rendered":"Adipositas \u2013 extremes \u00dcbergewicht \u2013  ist zu einem weltweiten Problem geworden, in \u00d6sterreich sind rund 15 Prozent der Menschen betroffen. Um das Gewicht zu reduzieren und damit m\u00f6gliche Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit zu verhindern, helfen eine Umstellung der Ern\u00e4hrung, mehr Bewegung und eine Verhaltenstherapie. <!--more-->\r\n<br><br>\r\nAls \u00dcbergewicht gilt laut Weltgesundheitsorganisation ein BMI (K\u00f6rpermasseindex) ab 25. <strong>Adipositas<\/strong> ist definiert als eine \u00fcber das <strong>Normalma\u00df hinausgehende Vermehrung des K\u00f6rperfetts<\/strong>, die zur Folge haben kann, dass es zu einer gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigung kommt. Der BMI (Werte \u00fcber 30 gelten als adip\u00f6s) allein ist allerdings nicht aussagekr\u00e4ftig, so hat sich daneben ein weiteres Ma\u00df f\u00fcr die <strong>Fettverteilung im K\u00f6rper<\/strong> etabliert, das f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung des Gesundheitsrisikos wichtig ist: die Bauchfettmasse durch Messung des Taillenumfangs. Bei Frauen sollte das Ma\u00dfband dabei nicht mehr als 80 Zentimeter anzeigen, bei M\u00e4nnern nicht mehr als 94.\r\n<br><br>\r\nEine Verhaltensweise, die durch psychische Probleme verursacht wird, ist die <strong>Esssucht<\/strong>. Sie wird zu den <strong>psychosomatischen Erkrankungen<\/strong> gez\u00e4hlt und geht mit <strong>Hei\u00dfhungeranf\u00e4llen<\/strong> einher, in denen Betroffene innerhalb k\u00fcrzester Zeit gro\u00dfe Nahrungsmengen verschlingen. Dies verursacht die Adipositas. Von dieser Essst\u00f6rung sind etwa 5 Prozent der Adip\u00f6sen betroffen. Bei der <strong>Therapie der Esssucht<\/strong> ist eine psychotherapeutische Behandlung unbedingt notwendig. \r\n<br><br>\r\nDa die Adipositas eine <strong>mulifaktorielle Krankheit<\/strong> ist, kommen verschiedene Behandlungsformen zum Einsatz. <strong>Ern\u00e4hrungstherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie<\/strong> helfen, das Gewicht zu stabilisieren und eventuell auch zu reduzieren. Sind bereits mehrere Behandlungen dieser Art gescheitert, k\u00f6nnen auch <strong>chirurgische Ma\u00dfnahmen<\/strong> \u00fcberlegt werden.\r\n<br><br>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"ursachen-und-haeufigkeit\">Ursachen und H\u00e4ufigkeit<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Ung\u00fcnstiger Lebensstil, genetische und wahrscheinlich mikrobiologische Ursachen spielen in der Entstehung von starkem \u00dcbergewicht eine Rolle. Immer mehr Menschen sind fettleibig.<\/strong>\r\n  <br><br>\r\n  Laut \u00d6sterreichischer Gesundheitsbefragung 2014 sind <strong>39 Prozent der M\u00e4nner und 26 Prozent der Frauen<\/strong> \u00fcbergewichtig. \r\n<br><br>\r\nDie chronische Krankheit Adipositas, wie starkes \u00dcbergewicht genannt wird, hat <strong>weltweit epidemische Ausma\u00dfe<\/strong> angenommen. In \u00d6sterreich sind 16 Prozent der M\u00e4nner und 13 Prozent der Frauen adip\u00f6s, 2004 waren es noch durchschnittlich 11 Prozent. Auch der Anteil \u00fcbergewichtiger und adip\u00f6ser Kinder und Jugendlicher hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. US-Wissenschaftler warnen, dass die jetzige Generation der Kinder im Schnitt um <strong>zwei bis f\u00fcnf Jahre fr\u00fcher sterben<\/strong> wird als die Generation ihrer Eltern, wenn sich beim Gewicht keine Besserung ergibt.  \r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Ung\u00fcnstiger Lebensstil<\/h3>\r\nAdipositas ist eine <strong>chronische Krankheit<\/strong>. Der wichtigste Grund f\u00fcr \u00fcberh\u00f6htes K\u00f6rpergewicht ist ein ung\u00fcnstiger Lebensstil: <strong>Falsche Ern\u00e4hrungsgewohnheiten<\/strong> und <strong>Bewegungsmangel<\/strong> legen den Grundstein f\u00fcr die schleichende Gewichtszunahme \u00fcber Jahre. Allerdings ist die Entwicklung von krankhaftem \u00dcbergewicht tats\u00e4chlich oft wesentlich komplexer. \r\n<br><br>\r\n\u00dcbergewichtige Kinder kommen h\u00e4ufig aus Familien, in denen ein Elternteil ebenfalls \u00fcbergewichtig ist. Weil gerade in der Kindheit die Fettzellen gebildet werden, bleiben dicke Kinder auch als Erwachsene zu korpulent. Eine Erkrankung an Esssucht kann eine m\u00f6gliche Ursache f\u00fcr starkes \u00dcbergewicht sein. Ihre Zuordnung zu den Psychosomatosen ist umstritten, da nicht immer psychische Gr\u00fcnde als Hauptverursacher des gest\u00f6rten Essverhaltens auszumachen sind. Im Vergleich zu Essst\u00f6rungen wie <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/anorexie\/\" title=\"Anorexie \u2013 Magersucht\" class=\"green underline\">Magersucht<\/a> oder <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/bulimie\/\" title=\"Bulimie \u2013 Ess-Brech-Sucht\" class=\"green underline\">Bulimie<\/a> spielen <strong>genetische Faktoren und Organerkrankungen<\/strong> bei der <strong>Entstehung der Adipositas<\/strong> eine bedeutendere Rolle. Bei vielen Betroffenen finden sich aber psychische Belastungen, die mit der Krankheitsentstehung, -entwicklung und dem Krankheitsverlauf in Zusammenhang stehen. \r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Soziokulturelle Faktoren<\/h3>\r\nDer moderne Lebensstil in Industriel\u00e4ndern ist <strong>gekennzeichnet durch Bewegungsmangel und falsche Ern\u00e4hrungsgewohnheiten<\/strong>. Technische Errungenschaften ersetzen zunehmend die direkte k\u00f6rperliche Arbeit, sei es im Haushalt, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Zwar hat sich die Kalorienaufnahme in den letzten Jahrzehnten stetig verringert, die Zahl der \u00dcbergewichtigen nahm im gleichen Zeitraum aber kontinuierlich zu. Der Grund daf\u00fcr liegt im wesentlich st\u00e4rkeren R\u00fcckgang des t\u00e4glichen Energieverbrauchs.\r\n<br><br>\r\nUntersuchungen, die in den USA, Gro\u00dfbritannien und Deutschland durchgef\u00fchrt wurden, zeigen einen Zusammenhang zwischen sozio\u00f6konomischem Status und Adipositas. So ist Adipositas bei Angeh\u00f6rigen der unteren sozialen Schichten bereits in j\u00fcngeren Altersgruppen h\u00e4ufiger zu beobachten und steigt auch rascher an als in h\u00f6heren sozialen Schichten. M\u00e4nner und Frauen sind von dieser Krankheit gleicherma\u00dfen betroffen. <strong>Adipositas f\u00fchrt zu zahlreichen schwerwiegenden, auch chronisch verlaufenden Erkrankungen und verringert die Lebenserwartung deutlich<\/strong>.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Famili\u00e4re Faktoren<\/h3>\r\nStudien zeigen, dass \u00fcbergewichtige Kinder h\u00e4ufiger aus Familien kommen, in denen bereits ein Elternteil \u00fcbergewichtig ist. Diese Ergebnisse weisen einerseits auf die genetische Komponente dieser Erkrankung hin, aber auch auf famili\u00e4re Essgewohnheiten. M\u00fctter \u00fcbergewichtiger Kinder werden des \u00d6fteren als <strong>\u00fcberbeh\u00fctend, \u00fcberf\u00fcrsorglich<\/strong> beschrieben. Kinder werden in diesen Familien h\u00e4ufig mit Essen getr\u00f6stet, belohnt oder ruhiggestellt. Liegt bereits in der Kindheit ein deutliches \u00dcbergewicht vor, so erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit, auch als Erwachsener \u00fcbergewichtig zu sein.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Individuelle Faktoren<\/h3>\r\nLiebe geht durch den Magen. Viele Betroffene verbinden mit Essen Selbstf\u00fcrsorge: <strong>Essen wird zur Stressbew\u00e4ltigung, Belohnung oder generell zur \u00dcberbr\u00fcckung negativer Empfindungen eingesetzt<\/strong>. \u00dcbergewichtige werden von ihrer Umgebung oft als freundliche und kommunikative Menschen geschildert, die eigenen Problemen wenig Beachtung schenken Diese Wahrnehmung kann im Zusammenhang mit der Funktionalisierung des Essens als Mittel zur Unterdr\u00fcckung bzw. Abwehr von Aggression, \u00c4ngsten, Kr\u00e4nkungen oder Depression stehen. \r\n<br><br>\r\nEinige krankhaft \u00dcbergewichtige empfinden ihre K\u00f6rperf\u00fclle als Schutz vor Rollenzuweisungen. Prim\u00e4re Geschlechtsmerkmale und damit auch sexuelle Attraktivit\u00e4t verschwinden unter einer Fettschicht. Das \u00dcbergewicht kann die <strong>Funktion eines Schutzschildes<\/strong> erf\u00fcllen und Betroffenen sozusagen \u201edie Umwelt vom Leibe halten\u201c. Andere wiederum sichern sich durch ihre K\u00f6rperf\u00fclle Aufmerksamkeit und verhindern so, \u00fcbersehen zu werden. Psychische St\u00f6rungen wie <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/angststoerungen\/\" class=\"green underline\">Angsterkrankungen<\/a> oder <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/depressionen\/\" class=\"green underline\">Depressionen<\/a> treten bei Adip\u00f6sen, die ihr Selbstwertgef\u00fchl stark von ihrem k\u00f6rperlichen Erscheinungsbild abh\u00e4ngig machen, h\u00e4ufiger auf. \r\n<br><br>\r\nViele Esss\u00fcchtige leiden unter <strong>Minderwertigkeitsgef\u00fchlen<\/strong>, und die meisten haben bereits <strong>unz\u00e4hlige Di\u00e4tversuche<\/strong> hinter sich, die nicht nur nicht zum gew\u00fcnschten Erfolg, sondern h\u00e4ufig sogar zu einer <strong>Verst\u00e4rkung der Hei\u00dfhungeranf\u00e4lle<\/strong> f\u00fchren. Aber auch psychisch stabile Betroffene leiden oft unter der allt\u00e4glich <strong>sp\u00fcrbaren sozialen Diskriminierung<\/strong>, der sie aufgrund ihrer Erkrankung ausgesetzt sind. So ist Untersuchungen zu entnehmen, dass <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/angststoerungen\/\" class=\"green underline\">Angstst\u00f6rungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/depressionen\/\" class=\"green underline\">Depressionen<\/a> seit Ende der achtziger Jahre bei Adip\u00f6sen h\u00e4ufiger festgestellt werden als fr\u00fcher. Der K\u00f6rperkult in unserer Gesellschaft stellt f\u00fcr viele eine psychische Belastung dar, die vor allem im Zusammenhang mit Esssucht das problematische Essverhalten noch weiter verst\u00e4rken kann.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Biologische Faktoren<\/h3>\r\nUntersuchungen haben gezeigt, dass genetische Faktoren nicht nur im Zusammenhang mit dem BMI von Bedeutung sind, auch die Gewichtszunahme durch Nahrung und die K\u00f6rperfettverteilung selbst sind bis zu einem <strong>gewissen Grad genetisch<\/strong> bestimmt. \r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Medizinische Ursachen<\/h3>\r\nBei ca. einem Prozent der Adip\u00f6sen sind endokrinologische Erkrankungen wie hypothalamische St\u00f6rungen, Cushing-Syndrom, Schilddr\u00fcsenunterfunktion (Hypothyreose), STH- und Prolaktinmangel oder polyzystische Ovarien f\u00fcr das \u00dcbergewicht urs\u00e4chlich verantwortlich. Auch Medikamente, vor allem Psychopharmaka aus der Medikamentengruppe der Neuroleptika bzw. Lithium- Pr\u00e4parate aus der Gruppe der Antidepressiva, k\u00f6nnen als Nebenwirkung Gewichtszunahme hervorrufen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Mikrobiologische Ursachen<\/h3>\r\nNeueren Forschungen zufolge ist auch die <strong>Zusammensetzung der Darmflora<\/strong>, das so genannte Mikrobiom, ausschlaggebend f\u00fcr die Entwicklung von \u00dcbergewicht und Adipositas. So hat sich gezeigt, dass bei Adip\u00f6sen eine bestimmte Bakteriengruppe im Darm \u00fcberhandnimmt, eine andere hingegen verschwindet. Es gibt Hinweise darauf, dass die Art und <strong>Zusammensetzung der Ern\u00e4hrung<\/strong> darauf einen Einfluss hat. So scheint besonders fett- und zuckerreiches Essen die vorteilhaften Bakterien regelrecht zu vertilgen. \r\n<br><br>\r\n<h4>Andere Ursachen<\/h4>\r\nEine typische Situation, die h\u00e4ufig mit Gewichtszunahme gekoppelt ist, ist <strong>Nikotinentzug<\/strong>. Nicht umsonst ist dieser Effekt f\u00fcr viele Raucher und Raucherinnen ein Hindernis bei dem Versuch, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren.\r\n<br><br>\r\nEinige Frauen nehmen in der Schwangerschaft mehr an Gewicht zu als in den medizinischen Richtlinien vorgesehen, trotzdem sollte eine <strong>Gewichtsreduktion nicht w\u00e4hrend der Schwangerschaft und Stillzeit<\/strong> durchgef\u00fchrt werden.\r\n<br><br>\r\nErkrankungen, die mit einer l\u00e4nger andauernden oder totalen Immobilit\u00e4t einhergehen, k\u00f6nnen aufgrund des gesenkten Energieverbrauchs zu \u00dcbergewicht f\u00fchren.\r\n<br><br>\r\n  <\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"folgeerkrankungen\">Folgeerkrankungen<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Stark \u00dcbergewichte leiden h\u00e4ufiger an Bluthochdruck, Diabetes und orthop\u00e4dischen Problemen als Normalgewichtige. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Gesundheitsrisiken h\u00e4ngen neben dem Ausma\u00df des \u00dcbergewichts auch vom <strong>Fettverteilungsmuster<\/strong> ab. Die Verteilung des K\u00f6rperfettes ist bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich und hat auch unterschiedliche physiologische Auswirkungen. So besteht bei einer weibliche Fettverteilung mit den <strong>Fettdepots an H\u00fcften und Oberschenkeln<\/strong> ein deutlich geringeres Risiko f\u00fcr die Entstehung einer Folgeerkrankung als bei der m\u00e4nnlichen Fettverteilung, bei der Fettdepots vor allem im <strong>Bauchraum<\/strong> angelegt werden. \r\n<br><br>\r\nDie H\u00f6he des bestehenden Erkrankungsrisikos l\u00e4sst sich mit Hilfe des <strong>Taillenumfanges<\/strong> oder des <strong>Quotienten aus Taillen- und H\u00fcftumfang<\/strong> (Waist-Hip-Ratio (WHR) genannt) absch\u00e4tzen. Bei M\u00e4nnern ist ein erh\u00f6htes Risiko ab <strong>94 cm Taillenumfang<\/strong> gegeben und ein deutlich erh\u00f6htes Risiko ab 102 cm. Bei den Frauen spricht man von einem erh\u00f6hten Risiko <strong>ab 80 cm Taillenumfang<\/strong> und von einem deutlich erh\u00f6hten Risiko ab 88 cm. Der Quotient aus Taillen- und H\u00fcftumfang sollte bei Frauen <strong>unter 0,85<\/strong> und bei M\u00e4nnern <strong>unter 1,0<\/strong> liegen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">K\u00f6rperliche Erkrankungen<\/h3>\r\n\u00dcbergewicht ist die Grundlage f\u00fcr viele gesundheitliche St\u00f6rungen. So gehen beinahe jede zweite <strong>Bluthochdruck(Hypertonie)-Erkrankung<\/strong> und fast jeder f\u00fcnfte Fall von <strong>\u00fcberh\u00f6hten Cholesterinwerten<\/strong> sowie 85 Prozent von <strong>Typ-2-Diabetes<\/strong> und 35 Prozent der <strong>Koronaren Herzerkrankungen<\/strong> auf das Konto der Fettsucht. Au\u00dferdem beg\u00fcnstigt das krankhafte \u00dcbergewicht Arteriosklerose und ihre Folgeerkrankungen, <strong>Gallensteinleiden<\/strong>, <strong>Abnutzungserscheinungen an den Gelenken<\/strong>, Krebserkrankungen, Gicht und degenerative Erkrankungen, hormonelle St\u00f6rungen wie erniedrigte Testosteronspiegel bei M\u00e4nnern, Probleme bei der Atmung und Atemstillst\u00e4nde w\u00e4hrend des Schlafs (Apnoe). \u00dcbergewicht erh\u00f6ht auch das Operations- und Narkoserisiko und f\u00fchrt zu Beschwerden bei der Verdauung wie Verstopfung. Mit steigendem BMI erh\u00f6ht sich auch das Risiko f\u00fcr assoziierte Erkrankungen. \r\n<br><br>\r\nDie Verteilung des Bauchfetts h\u00e4ngt zwar mit dem BMI zusammen, dennoch gilt eine zu gro\u00dfe Taillenweite als davon unabh\u00e4ngiger <strong>Risikofaktor f\u00fcr Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen<\/strong> &#8211; auch bei nur m\u00e4\u00dfigem \u00dcbergewicht. Ein Taillenumfang von mehr als 88 Zentimetern bei Frauen und 102 Zentimetern bei M\u00e4nnern bedeutet ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Diabetes mellitus, Fettstoffwechselst\u00f6rungen, arteriellen Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. \r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Psychische St\u00f6rungen<\/h3>\r\nPsychische St\u00f6rungen wie <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/angststoerungen\/\" class=\"green underline\">Angsterkrankungen<\/a> oder <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/depressionen\/\" class=\"green underline\">Depressionen<\/a> treten bei \u00dcbergewichtigen, die ihr Selbstwertgef\u00fchl von ihrem k\u00f6rperlichen Erscheinungsbild abh\u00e4ngig machen, h\u00e4ufiger auf. Viele \u00dcbergewichtige leiden unter ihrer Figur und haben bereits zahlreiche Versuche hinter sich, die \u00fcbersch\u00fcssigen Kilos mit Hilfe von Di\u00e4ten loszuwerden. Die Erfolge sind jedoch meist nur recht <strong>kurzlebig<\/strong> und f\u00fchren selten zum gew\u00fcnschten Erfolg. Meistens tritt sogar der gegenteilige Effekt ein: Wie bei einem Jojo kommen die m\u00fchsam abgespeckten Kilos in kurzer Zeit wieder zur\u00fcck, sobald die Disziplin nachl\u00e4sst oder die Di\u00e4twochen beendet sind.\r\n<br><br>\r\n  <\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"vorbeugung\">Vorbeugung<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Eine Vorbeugung ist schon im Kindesalter sinnvoll. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Wer sich <strong>gesund ern\u00e4hrt<\/strong> und sich ausreichend bewegt, kann sein Normalgewicht halten. Sehr hilfreich f\u00fcr das Halten des Normalgewichts ist auch die <strong>seelische Ausgeglichenheit<\/strong> \u2013 so kann Stress- oder Frustessen vermieden werden, das bei vielen Menschen zur Gewichtszunahme beitr\u00e4gt. Vorbeugungsma\u00dfnahmen sollten <strong>bereits im Kindesalter<\/strong> ansetzen. Eine wichtige Rolle spielt der famili\u00e4re Umgang mit Essen und Nahrungsmitteln, da dieser das Essverhalten der Kinder pr\u00e4gt. Besondere Bedeutung kommt hier den regelm\u00e4\u00dfigen gemeinsamen Mahlzeiten zu, bei denen <strong>frische und gesunde Lebensmittel<\/strong> angeboten werden. \r\n<br><br>\r\nKinder ben\u00f6tigen Erkl\u00e4rungen, warum Obst gesund ist, aber Naschereien, S\u00fc\u00dfspeisen und Limonaden nur eingeschr\u00e4nkt verzehrt werden sollten. Allerdings hat sich gezeigt, dass auch allzu viel des in Obst enthaltenen Fruchtzuckers zur Entwicklung von \u00dcbergewicht beitragen kann. Deshalb sollten auch Smoothies nur in Ma\u00dfen genossen werden. Bei einem Vorleben der Eltern ist f\u00fcr Kinder gesunde und ausgewogene Ern\u00e4hrung etwas ganz Normales und bedarf nur geringer Kontrolle. Hilfreich sind regelm\u00e4\u00dfige Essenszeiten. Vor allem in Familien mit \u00dcbergewichtigen, in denen die M\u00f6glichkeit einer genetischen Anlage gegeben ist, sollte Kindern m\u00f6glichst fr\u00fch gezeigt werden, wie sie durch ihr Ern\u00e4hrungsverhalten das Gewicht beeinflussen k\u00f6nnen. \r\n<br><br>\r\nNeben Ern\u00e4hrungsgewohnheiten wirkt ein <strong>Familienklima<\/strong>, das Kinder bzw. Jugendliche bei ihrer Identit\u00e4tsfindung und emotionalen Entwicklung f\u00f6rdert und unterst\u00fctzt, der Entwicklung von Essst\u00f6rungen entgegen. \r\n<ul class=\"unordered-list\">\r\n  <li>Die Einteilung der Lebensmittel in gut und b\u00f6se sowie deren <strong>Einsatz zur Belohnung oder Bestrafung<\/strong> versieht Nahrung mit emotionalen Qualit\u00e4ten, die irref\u00fchrend sind, darum sollte dies m\u00f6glichst <strong>vermieden<\/strong> werden.<\/li>\r\n  <li>Essen ist <strong>kein Ersatz f\u00fcr Liebe, Zuwendung oder Trost<\/strong>. Bekommen Kinder S\u00fc\u00dfigkeiten zugesteckt, um Langeweile, Frustration oder Einsamkeit zu \u00fcberbr\u00fccken, so kann es sein, dass sie auch als Erwachsene problematische Situationen auf diese Art bew\u00e4ltigen.<\/li>\r\n  <li>Spr\u00fcche wie: \u201eGegessen wird, was auf den Tisch kommt\u201c oder \u201eBevor du nicht aufgegessen hast, darfst du nicht aufstehen\u201c sind nicht hilfreich. Kinder sollten nicht zum Essen gezwungen werden. Es ist wichtig, dass sie wahrnehmen, wie sich Hunger anf\u00fchlt und wie es ist, satt zu sein.<\/li>\r\n  <li>Das offene Ansprechen von Konflikten und Gef\u00fchlen hilft Kindern, diese als das wahrzunehmen, was sie sind.<\/li>\r\n  <li>\u201eNobody is perfect\u201c \u2013 Fehler geh\u00f6ren zum Leben. Perfektionistische Anspr\u00fcche tragen Entt\u00e4uschung und Scheitern schon in sich und sind der Entwicklung eines stabilen Selbstwertgef\u00fchls nicht f\u00f6rderlich.<\/li>\r\n    <\/ul>\r\n<br>\r\nWichtig ist auch, ab und zu Gewicht, BMI und Taillenumfang zu kontrollieren, um im Fall einer  <strong>Gewichtszunahme rechtzeitig<\/strong> und ohne gr\u00f6\u00dfere Einschnitte gegensteuern zu k\u00f6nnen, sich aber nicht von Waage und Zentimeterma\u00df versklaven zu lassen.  \r\n<br><br>\r\nDie angef\u00fchrten Verhaltensweisen und Werthaltungen haben keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sie dienen nur als Beispiele, was der Entstehung von Essst\u00f6rungen entgegengesetzt werden k\u00f6nnte bzw. welche Erziehungsma\u00dfnahmen vermieden werden sollten:\r\n<br><br>\r\n  <\/div> \r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"frueherkennung\">Fr\u00fcherkennung<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Bei stetiger Gewichtszunahme, die sich nicht regulieren l\u00e4sst, ist es g\u00fcnstig, \u00e4rztliche Hilfe zu suchen. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen sollten m\u00f6glichst im Kindes- und Jugendalter einsetzen. Gewichtszunahmen k\u00f6nnen entwicklungsbedingt auftreten. So erleben viele Teenager <strong>in der Pubert\u00e4t eine Phase, in der sie pl\u00f6tzlich Gewicht zulegen<\/strong>. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind <strong>hormonelle Ver\u00e4nderungen<\/strong> und die Beendigung der Wachstumsphase. Zumeist normalisiert sich das Gewicht nach einiger Zeit von selbst wieder. Zu erkennen, ob eine Gewichtszunahme ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen sein wird, oder ob sich hier ein gesundheitliches Problem entwickelt, liegt vor allem im Verantwortungsbereich der Eltern. Zus\u00e4tzlich sind auch die Schul\u00e4rzte gefordert, die die Kinder w\u00e4hrend der Schulzeit in regelm\u00e4\u00dfigem Abstand messen und wiegen und bei entsprechenden Untersuchungsergebnissen den Kontakt mit den Eltern suchen sollten, um diese \u00fcber m\u00f6gliche Behandlungen zu informieren und die Familie w\u00e4hrend der Behandlungsdauer zu unterst\u00fctzen. \r\n<br><br>\r\nF\u00fcr Erwachsene gibt es die M\u00f6glichkeit, im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchungen oder eines Besuchs beim Hausarzt die Ursachen einer Gewichtszunahme abzukl\u00e4ren.\r\n<br><br>\r\n  <\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"beschwerden\">Beschwerden<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Die Beschwerden sind in vielen F\u00e4llen bereits Folgeerkrankungen. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Durch die mechanische \u00dcberbelastung kann es zu <strong>Gelenkschmerzen, <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/rueckenschmerzen\/\" class=\"green underline\">R\u00fcckenbeschwerden<\/a>, verminderter k\u00f6rperlicher Leistungsf\u00e4higkeit, Atemnot und vermehrtem Schwitzen<\/strong> kommen. Bei einigen Erkrankten bilden sich Ekzeme in den Falten zwischen den Fettw\u00fclsten. Da Esssucht hormonelle St\u00f6rungen hervorrufen bzw. Adipositas durch endokrinologische Erkrankungen verursacht werden kann, leiden manche Betroffene an <strong>Potenz- und Libidost\u00f6rungen<\/strong>. Auch psychische Probleme, vor allem <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/angststoerungen\/\" class=\"green underline\">\u00c4ngste<\/a> und <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/depressionen\/\" class=\"green underline\">Depressionen<\/a>, werden von einigen Adip\u00f6sen angegeben. Manche leiden unter sozialer Isolation und Vereinsamung. Die soziale Diskriminierung und die negativen Reaktionen der Umwelt, die \u00dcbergewichtige h\u00e4ufig zu sp\u00fcren bekommen, leisten auch einen Beitrag zu den ge\u00e4u\u00dferten psychischen Beschwerden.\r\n<br><br>\r\n  <\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"diagnose\">Diagnose<\/h2> \r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Die Diagnose stellt der Arzt bzw. die \u00c4rztin anhand einer klinischen Untersuchung und eines Gespr\u00e4chs. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Die Diagnoseerstellung erfolgt aufgrund der Angaben, die Betroffene <strong>im Gespr\u00e4ch mit dem Arzt<\/strong> machen, sowie den Ergebnissen einer <strong>k\u00f6rperlichen Untersuchung und einer Laboruntersuchung<\/strong>. Im Gespr\u00e4ch wird der Arzt Ern\u00e4hrungsgewohnheiten, Essverhalten, Gewichtsverlauf, Begleitumst\u00e4nden der Gewichtszunahme, k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten, zur psychosozialen und beruflichen Situation sowie zu famili\u00e4ren Belastungen erfragen. \r\n<br><br>\r\nWeiters wird er fr\u00fchere Therapieversuche, Gr\u00fcnde f\u00fcr deren Scheitern und die Gr\u00fcnde f\u00fcr den jetzigen Behandlungswunsch ansprechen. Die Diagnoseerstellung der Esssucht bzw. Adipositas f\u00e4llt in die Kompetenz verschiedener medizinischer F\u00e4cher.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Diagnose der Esssucht<\/h3>\r\nDie Diagnose Esssucht wird dann gestellt, wenn Betroffene an <strong>wiederholten Hei\u00dfhungeranf\u00e4llen<\/strong> leiden, die seit <strong>mindestens sechs Monaten<\/strong> und im Schnitt an mindestens zwei Tagen in der Woche auftreten. Im Unterschied zu <a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/lexikon\/bulimie\/\" class=\"green underline\">Bulimikern f\u00fchren Esss\u00fcchtige<\/a> kein Erbrechen herbei.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Diagnose der Adipositas<\/h3>\r\nZentrale Diagnosekriterien f\u00fcr Adipositas und auch Esssucht sind das Ausma\u00df des \u00dcbergewichts und das Muster der K\u00f6rperfettverteilung. Den Anteil des K\u00f6rperfettes stellt der Arzt mit Hilfe des BMI. Der BMI-Wert gibt Auskunft, ob eine Erkrankung im Zusammenhang mit \u00dcbergewicht besteht bzw. wie weit diese fortgeschritten ist. Er wird errechnet aus dem K\u00f6rpergewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Gr\u00f6\u00dfe in Metern (kg\/m2). Beispiel: Ein 180 Zentimeter gro\u00dfer Mann hat 70 Kilogramm. Sein BMI errechnet sich so: 70 geteilt durch 1,8 mal 1,8 = 70 : 3,24 = 21,6. Der BMI des Mannes betr\u00e4gt also 21,6.\r\n<br><br>\r\nWHO Richtwerte der Gewichtsklassifizierung nach dem BMI:\r\n<ul class=\"unordered-list\">\r\n  <li>Normalgewicht 18,5 &#8211; 24,9<\/li>\r\n  <li>\u00dcbergewicht  25<\/li>\r\n  <li>Pr\u00e4adipositas 25,0 &#8211; 29,9<\/li>\r\n  <li>Adipositas Grad I 30,0 &#8211; 34,9<\/li>\r\n  <li>Adipositas Grad II 35,0 &#8211; 39,9<\/li>\r\n  <li>Adipositas Grad III (extreme Adipositas) 40 und mehr<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<br>\r\nEbenso wichtig ist aber auch der <strong>Taillenumfang<\/strong>, der ein Anzeichen f\u00fcr die K\u00f6rperfettverteilung ist. Er sollte bei Frauen nicht \u00fcber 80 Zentimeter betragen, bei M\u00e4nnern nicht mehr als 94.\r\n<br><br>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"selbsthilfe\">Selbsthilfe<\/h2> \r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Die wichtigsten Ma\u00dfnahmen sind ausgewogene Kost und regelm\u00e4\u00dfige Bewegung. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  <h3 class=\"f20 dark-green\">Weniger essen<\/h3>\r\nUm Gewicht zu verlieren, sollte die Kost ausgewogen und fettarm sein und langfristig ein <strong>Energiedefizit von 500 bis 800 Kalorien<\/strong> haben. Damit ist eine <strong>Senkung des Ausgangsgewichts um f\u00fcnf bis zehn Prozent<\/strong> innerhalb von sechs Monaten m\u00f6glich.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Mehr bewegen<\/h3>\r\nUm messbar Gewicht zu reduzieren, ist ein <strong>zus\u00e4tzlicher Energieverbrauch von mindestens 2.500 kcal pro Woche<\/strong> erforderlich, das entspricht <strong>mindestens f\u00fcnf Stunden zus\u00e4tzlicher k\u00f6rperlicher Bewegung pro Woche<\/strong>. Viele Betroffene schlie\u00dfen sich einer Gruppe an, um die regelm\u00e4\u00dfige Durchf\u00fchrung des Bewegungsprogramms einzuhalten. Bewegung erh\u00f6ht auch das Selbstvertrauen und vermindert Depressivit\u00e4t sowie Angst. Doch Achtung: Beginnen Sie behutsam Sport zu treiben, um Ihren K\u00f6rper nicht zu \u00fcberfordern und Lust und Motivation nicht gleich wieder zu verlieren. Sport hei\u00dft auch Spazierengehen. Neben sportlichen Aktivit\u00e4ten ist vermehrte Alltagsbewegung, wie z. B. Treppensteigen statt Liftfahren, hilfreich.\r\n<br><br>\r\nSchon das Abnehmen von nur zehn Kilogramm hat unabh\u00e4ngig vom Ausgangsgewicht positive gesundheitliche Auswirkungen:\r\n<ul class=\"unordered-list\">\r\n  <li>Das Risiko, aufgrund von Fettsucht und deren Folgen zu sterben, sinkt um bis zu 20 Prozent.<\/li>\r\n  <li>Das Risiko, an den Folgen von Diabetes zu sterben, sinkt um bis zu 30 Prozent.<\/li>\r\n  <li>Das Risiko, an einer mit Fettsucht zusammenh\u00e4ngenden Krebserkrankung zu sterben, sinkt um bis zu 40 Prozent.<\/li>\r\n  <li>Auch das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, verringert sich. Besteht bereits Bluthochdruck, kann durch die Gewichtsabnahme von zehn Kilo der systolische Blutdruck um 7 mmHg und der diastolische Blutdruck um 3 mmHg sinken. <\/li>\r\n  <li>Besteht Diabetes mellitus, kann bei \u00dcbergewichtigen die Verringerung des K\u00f6rpergewichts um f\u00fcnf bis zehn Kilogramm eine Senkung des Langzeit- Blutzuckerwerts (HbA1c) um bis zu drei Prozent bewirken. Der N\u00fcchternblutzucker kann um 30 bis 40 mg\/dl pro zehn Kilogramm Gewichtsverringerung sinken.<\/li>\r\n    <\/ul>\r\n    <br>\r\nWer 3,5 bis 5,5 Kilogramm abnimmt, verringert bei gest\u00f6rter Glukosetoleranz das Risiko, am Typ-2-Diabetes zu erkranken, um bis zu 58 Prozent. \r\n<br><br>\r\n    Auch auf den Fettstoffwechsel hat das Abnehmen von zehn Kilogramm positive Wirkungen:\r\n <ul class=\"unordered-list\">\r\n  <li>Der Gesamtcholesterinwert sinkt um etwa zehn Prozent.<\/li>\r\n  <li>Das LDL-Cholesterin verringert sich um bis zu 15 Prozent.<\/li>\r\n  <li>Das (\u201egute\u201c) HDL-Cholesterin steigt um bis zu acht Prozent.<\/li>\r\n  <li>Der Triglyceridwert verringert sich um bis zu 30 Prozent.<\/li>\r\n      <\/ul>\r\n<br>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"behandlung-der-esssucht\">Behandlung der Esssucht<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>F\u00fcr den Behandlungserfolg ist vor allem die gute Beziehung zwischen dem oder der Betroffenen und dem Therapeuten wichtig. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Da es sich bei der Esssucht um eine vorwiegend psychische Erkrankung handelt, ist eine <strong>psychotherapeutische Behandlung immer sinnvoll<\/strong>. Die Adipositas und eventuell vorhandene Begleiterkrankungen, die als Folge der Esssucht auftreten, m\u00fcssen medizinisch abgekl\u00e4rt und behandelt werden. Als Richtwert f\u00fcr die psychotherapeutische Behandlungsdauer wird von Experten ein Zeitraum von zwei bis vier Jahren genannt. Je nach physischem und psychischem Zustandsbild wird der Arzt eine station\u00e4re Therapie  oder andere m\u00f6gliche Behandlungsformen vorschlagen und die notwendigen ersten Schritte, wie die Kontaktaufnahme mit einem Psychotherapeuten oder einer Beratungsstelle f\u00fcr Essst\u00f6rungen, in die Wege leiten. \r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Psychotherapeutische Behandlung<\/h3>\r\nMehrere psychotherapeutische Schulen haben Konzepte zur Behandlung der Esssucht entwickelt. F\u00fcr Betroffene und deren Angeh\u00f6rige ist das vielf\u00e4ltige Angebot oft verwirrend, zumeist fehlt auch die Zeit und das Geld, verschiedene Therapieans\u00e4tze auszuprobieren. Letztendlich ist f\u00fcr eine erfolgreiche Behandlung weniger die gew\u00e4hlte Therapierichtung als eine <strong>gute Beziehung zwischen der Betroffenen und dem Therapeuten ausschlaggebend<\/strong>. \r\n<br><br>\r\nMit Hilfe der Psychotherapie erlernen Esss\u00fcchtige einen ad\u00e4quaten Umgang mit Essen und mit Zeit. Nachdem Essen ihr Leben beherrscht hat, haben sie, sobald die Symptomatik abklingt, viel Zeit zur Verf\u00fcgung. Dies kann im ersten Moment eine \u00dcberforderung darstellen und birgt die Gefahr eines R\u00fcckfalls in die alte Symptomatik. \r\n<br><br>\r\nK\u00f6rperzentrierte Psychotherapie ist wichtig f\u00fcr die Behebung der K\u00f6rperwahrnehmungsst\u00f6rung und unterst\u00fctzt die Betroffenen dabei, wieder ein Gef\u00fchl f\u00fcr ihren K\u00f6rper zu bekommen. \r\n<br><br>\r\nEntspannungstechniken sind hier ebenfalls hilfreich. \r\n<br><br>\r\nFamilientherapie hilft bei der L\u00f6sung der innerfamili\u00e4ren Konflikte. \r\n<br><br>\r\nGestalttherapie, Gespr\u00e4chspsychotherapie sowie tiefenpsychologische Verfahren, wie die Psychoanalyse k\u00f6nnen die Betroffenen beim Erkennen, Bearbeiten und Ver\u00e4ndern von hinderlichen bzw. krankheitsverursachenden Verhaltensmustern unterst\u00fctzen, deren Ursprung oft in der fr\u00fchen Kindheit liegen. \r\n<br><br>\r\nJe nach Therapierichtung stehen entweder die auftretenden Symptome oder die vermuteten zugrunde liegenden Konflikte im Zentrum der Behandlung. In kognitiv-verhaltensmodifikatorischen Therapien wird gekl\u00e4rt, worin das problematische Verhalten besteht und wie man es beeinflussen kann. Die konfliktorientierten Therapien sehen den speziellen Umgang mit Nahrung als Hilfestellung bei der Lebensbew\u00e4ltigung. In diesem Zusammenhang ist es wichtig herauszufinden, welche positiven Effekte die Krankheit f\u00fcr die Betroffenen hat, welche dahinterliegenden Konflikte damit gel\u00f6st werden. Anschlie\u00dfend werden zusammen mit dem Therapeuten ad\u00e4quatere L\u00f6sungsstrategien erarbeitetet. Beide Therapiearten bewirken eine \u201eEntzauberung\u201c der St\u00f6rung und erm\u00f6glichen es den Betroffenen, sich Schritt f\u00fcr Schritt davon zu l\u00f6sen. W\u00e4hrend dieses Ver\u00e4nderungsprozesses h\u00e4lt die Symptomatik einige Zeit weiter an, sie kann sich zu Beginn auch verst\u00e4rken, klingt dann aber ab.\r\n<br><br>\r\nEntscheidungshilfen f\u00fcr die Wahl des Therapeuten\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>Der oder die Betroffene sollte sich ernst genommen und respektiert f\u00fchlen.<\/li>\r\n      <li>Der Person und ihrem Anliegen sollte echtes Interesse entgegengebracht werden, also nicht Routine im Vordergrund stehen.<\/li>\r\n      <li>Der Therapeut soll gut zuh\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/li>\r\n      <li>Nach dem Gespr\u00e4ch sollte sich der Patient oder die Patientin optimistischer f\u00fchlen als vorher.<\/li>\r\n      <\/ul>\r\n<br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Ambulante oder station\u00e4re Behandlung?<\/h3>\r\nBetroffene k\u00f6nnen zwischen ambulanten und station\u00e4ren Behandlungsformen w\u00e4hlen. Die ambulante Durchf\u00fchrung einer Therapie hat den Vorteil, dass der ver\u00e4nderte Umgang mit Essen in den Alltag der Betroffenen eingebettet ist und nicht in der k\u00fcnstlichen Atmosph\u00e4re einer Klinik stattfindet. Die Entscheidung zwischen ambulanter und station\u00e4rer Behandlung h\u00e4ngt jedoch von den aktuellen Lebensbedingungen der Betroffenen ab.\r\n<br><br>\r\nEine station\u00e4re Behandlung empfiehlt sich bei Betroffenen,\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>deren k\u00f6rperliche und psychische Verfassung sehr schlecht ist,<\/li>\r\n      <li>die bereits mehrere Jahre an der Erkrankung leiden,<\/li>\r\n      <li>die ambulante Behandlungen bereits abgebrochen haben bzw. denen diese nicht geholfen haben,<\/li>\r\n      <li>in deren Familie unertr\u00e4gliche Spannungen bestehen,<\/li>\r\n      <li>die den Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit von der Familie \u00e4u\u00dfern,<\/li>\r\n      <li>die &#8211; aus welchem Grund auch immer &#8211; \u00fcberzeugt sind, in der station\u00e4re Behandlung besser aufgehoben zu sein als in der ambulanten.<\/li>\r\n      <\/ul>\r\n<br>\r\nDer Vorteil einer station\u00e4ren Betreuung, die entweder in psychosomatischen Abteilungen oder Spezialabteilungen f\u00fcr Essst\u00f6rungen stattfindet, ist, dass ein multiprofessionelles Team zur Verf\u00fcgung steht und somit der Einsatz mehrerer Therapierichtungen m\u00f6glich ist. Ein station\u00e4res Behandlungsprogramm beansprucht in der Regel einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Wichtig im Anschluss an eine station\u00e4re Behandlungsform ist die weiter gehende ambulante Behandlung, damit der \u00dcbergang von der Klinik in den Alltag gelingt.  \r\n<br><br>\r\nF\u00e4llt die Entscheidung zugunsten einer Behandlungsdurchf\u00fchrung bei einem Therapeuten aus, so ist es ratsam, jemanden zu w\u00e4hlen, der \u00fcber eine langj\u00e4hrige Erfahrung in der Behandlung von Essst\u00f6rungen verf\u00fcgt. Das Erstgespr\u00e4ch bei einem Therapeuten dient dem gegenseitigen Kennenlernen. F\u00fcr den Therapeuten ist es wichtig, die Situation und das Anliegen der Betroffenen kennenzulernen und Klient bzw. Klientin muss f\u00fcr sich kl\u00e4ren, ob es m\u00f6glich ist, sich diesem Menschen anzuvertrauen.\r\n<br><br>\r\nEinige Kriterien, die bei der Entscheidung helfen k\u00f6nnen, betreffen vor allem Gef\u00fchle, die w\u00e4hrend der Gespr\u00e4chssituation f\u00fcr die Betroffenen sp\u00fcrbar werden.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Medikamente<\/h3>\r\nEine <strong>ausschlie\u00dflich medikament\u00f6se Behandlung der Esssucht hat sich nicht bew\u00e4hrt<\/strong>. Im Zusammenhang mit den h\u00e4ufiger beobachteten depressiven Symptomen und mit den auftretenden Hei\u00dfhungeranf\u00e4llen haben sich Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva, vor allem jene, die einem Serotoninmangel entgegenwirken, bei manchen Betroffenen als hilfreich erwiesen. Weiters k\u00f6nnen Medikamente im Zusammenhang mit eventuell bestehenden Folgeerkrankungen zum Einsatz kommen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Heilungschancen<\/h3>\r\nDa es sich bei Esssucht um eine noch nicht sehr lange als solche eingestufte Erkrankung handelt, gibt es <strong>kaum Langzeitstudien<\/strong> \u00fcber Behandlungsverlauf und -erfolg. Prinzipiell muss ber\u00fccksichtigt werden, dass vorhandene Zahlen sich nur auf die Gruppe der Betroffenen beziehen, die Behandlungszentren aufgesucht und sich f\u00fcr weitere Nachuntersuchungen zur Verf\u00fcgung gestellt haben. \r\n<br><br>\r\nDie Krankheitsverl\u00e4ufe sind bei Esssucht sehr unterschiedlich. Je k\u00fcrzer die Krankheitsdauer, je weniger Begleiterkrankungen und misslungene Behandlungsversuche es also gibt, desto besser sind auch die Heilungschancen. Behandlungsziel ist eine Ver\u00e4nderung der Einstellung zum Essen. Sowohl bei konfliktorientierten als auch symptomorientierten Behandlungsans\u00e4tzen werden durchschnittlich 33 bis 39 Prozent der Erkrankten symptomfrei, bei insgesamt 80 Prozent tritt eine Verbesserung der Symptomatik ein. Problematische Verl\u00e4ufe bestehen bei gleichzeitigem Auftreten von anderen Abh\u00e4ngigkeiten bzw. S\u00fcchten, Suizidversuch und Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen.\r\n<br><br>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"behandlung-der-adipositas\">Behandlung der Adipositas<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Eine Umstellung der Ern\u00e4hrung, regelm\u00e4\u00dfige Bewegung und Verhaltenstherapie helfen gegen extremes \u00dcbergewicht. Langsam auf das Zielgewicht hinzuarbeiten ist besser als Gewaltkursen, die keinen langfristigen Erfolg bringen. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  Bei starkem \u00dcbergewicht ist eine \u00e4rztliche Unterst\u00fctzung der Gewichtsreduktion sinnvoll. Das Ziel der Therapie liegt vor allem in einer <strong>langfristigen Gewichtskontrolle<\/strong>. Da die R\u00fcckfallh\u00e4ufigkeit bei dieser Behandlung sehr hoch ist, liegt das Augenmerk weniger auf dem Erreichen des Normal- oder Idealgewichts als in erster Linie auf einer Gewichtsstabilisierung. \r\n<br><br>\r\nBesonders bew\u00e4hrt haben sich interdisziplin\u00e4re Behandlungen, die in Gruppen von bis zu 15 Betroffenen durchgef\u00fchrt werden. Bei leichteren Krankheitsf\u00e4llen kann die Behandlung auch vom Hausarzt in Zusammenarbeit mit weiteren Experten wie einem Psychotherapeuten, Ern\u00e4hrungsberater, Physiotherapeuten und eventuell notwendigen Fach\u00e4rzten durchgef\u00fchrt werden. Bei einer Adipositas des zweiten und dritten Grades ist eine station\u00e4re Behandlung in einer daf\u00fcr spezialisierten Einrichtung zu \u00fcberlegen, da hier eventuell auch chirurgische Ma\u00dfnahmen in Betracht zu ziehen sind. Jede <strong>Therapie muss individuell abgestimmt sein<\/strong> und Krankheitsfortschritt, Krankheitsdauer, Anzahl der zus\u00e4tzlichen Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Bluthochdruck, erh\u00f6hte Blutfettwerte oder Zuckerkrankheit und Anzahl der Behandlungsabbr\u00fcche ber\u00fccksichtigen. Wichtige Voraussetzungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung jeder Behandlung sind:\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>die Kooperationsf\u00e4higkeit und -bereitschaft des Patienten<\/li>\r\n      <li>Der Patient muss genau informiert sein \u00fcber die Erkrankung, eventuelle Komplikationen und den Therapieablauf<\/li>\r\n      <li>Der Arzt und\/oder Therapeut muss realistische, den individuellen Bedingungen angepasste Behandlungsziele festsetzen<\/li>\r\n    <\/ul>\r\n<br>\r\nDas Basisprogramm, das jeder gewichtsreduzierenden Therapie zugrunde liegt, umfasst Ern\u00e4hrungs-, Verhaltens- und Bewegungstherapie. Die Ern\u00e4hrungs- und Bewegungsrichtlinien entsprechen den wirksamen Selbsthilfema\u00dfnahmen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Ern\u00e4hrungstherapie<\/h3>\r\nErn\u00e4hrung bei \u00dcbergewicht bedeutet: fettarme Ern\u00e4hrung und ausgewogene Mischkost. Bei Adipositas ist eine Ern\u00e4hrung empfohlen, die ein <strong>Energiedefizit von 500 bis 1000 Kalorien<\/strong> vorsieht. Dieses Defizit soll vor allem auf der Reduktion von Fetten basieren. Diese Form des Gewichtsmanagements hat sich als erfolgreich erwiesen. Di\u00e4ten mit sehr niedriger Kalorienzufuhr f\u00fchren zwar zu rascherem Gewichtsverlust, scheinen aber f\u00fcr eine <strong>langfristige Gewichtskontrolle weniger geeignet<\/strong>. Sie werden zumeist f\u00fcr eine rasche Gewichtsreduktion bei akuten Erkrankungen eingesetzt. Um eine m\u00f6glichst langfristige Beibehaltung der Nahrungsumstellung zu erzielen, hat sich die Einbeziehung des gesamten Umfeldes des Betroffenen als sehr hilfreich erwiesen. Eine genaue Informationen des Betroffenen \u00fcber Ern\u00e4hrung ist generell zu begr\u00fc\u00dfen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Verhaltenstherapie<\/h3>\r\nDie Verhaltenstherapie ist <strong>wichtig f\u00fcr den Langzeiterfolg<\/strong>. Dabei werden Betroffene unterst\u00fctzt, ihr pers\u00f6nliches Verhalten zur konsequenten Umsetzung der Ern\u00e4hrungs- und Bewegungsumstellung zu ver\u00e4ndern.\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>Selbstbeobachtung des Ess- und Trinkverhaltens mit Hilfe eines Ern\u00e4hrungstagebuchs hilft, sich die Situationen bewusst zu machen, in denen sie vermehrt essen.<\/li>\r\n      <li>Techniken der Selbstkontrolle helfen zu vermeiden, Kost mit zu hohem Kaloriengehalt und \u201enebenbei\u201c zu essen.<\/li>\r\n      <li>Ein\u00fcben eines flexibel kontrollierten Essverhaltens \u2013 es bestehen keine rigiden Verbote (die f\u00fchren auf Dauer immer zum Scheitern) unterst\u00fctzt dabei, eigenverantwortlich die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren.<\/li>\r\n      <li>Erarbeiten von Strategien, wie Essen-ausl\u00f6sende Situationen besser in den Griff gebracht werden k\u00f6nnen.<\/li>\r\n      <li>Auseinandersetzung mit der Nahrung: Was ben\u00f6tige ich wirklich? Wie viel Energie haben die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen wirklich?<\/li>\r\n      <\/ul>\r\n<br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Bewegungstherapie<\/h3>\r\nUm eine Gewichtsabnahme zu erzielen, ist ein Minimum an t\u00e4glicher Bewegung im Umfang von 20 Minuten bei mittlerer Intensit\u00e4t ohne Unterbrechung notwendig. Reduktionskost bei gleichzeitigem Bewegungsprogramm hat sich in vielerlei Hinsicht bew\u00e4hrt. Der Gewichtsverlust geht z\u00fcgiger voran, f\u00fcr die langfristige Gewichtsstabilisierung ist die Beibehaltung dieser k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten nach Beendigung der Di\u00e4t wesentlich. \r\n<br><br>\r\nViele Betroffene schlie\u00dfen sich einer Gruppe an, um die regelm\u00e4\u00dfige Durchf\u00fchrung des Bewegungsprogramms einzuhalten. Es macht ihnen mehr Spa\u00df und gleichzeitig hilft es einigen auch aus ihrer sozialen Isolation. Neben der Gewichtsreduktion f\u00f6rdert die Bewegungstherapie das Selbstvertrauen und vermindert Depressivit\u00e4t und Angst. Neben sportlichen Aktivit\u00e4ten ist auch die F\u00f6rderung der Alltagsbewegung, wie z.B. Treppensteigen statt Liftfahren, hilfreich.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Therapieziel<\/h3>\r\nZiel der Therapie ist es, ung\u00fcnstige Ess- und Lebensgewohnheiten langsam durch g\u00fcnstige zu ersetzen und zu festigen. Im Laufe des therapeutischen Prozesses wird die anf\u00e4nglich notwendige, unterst\u00fctzende Fremdkontrolle des Therapeuten zunehmend durch die Selbstkontrolle des Betroffenen ersetzt. Die erlernten Strategien sollen Betroffene in die Lage versetzen, trotz genetischer Pr\u00e4disposition und Nahrungs\u00fcberangebots das Gewicht m\u00f6glichst stabil zu halten. Es ist wichtig, dass erst der Therapeut und dann zunehmend auch die Betroffenen selbst realistische Zielsetzungen formulieren und f\u00fcr deren Bew\u00e4ltigung einen realistischen Zeitraum veranschlagen, denn damit stellt sich Erfolg und somit Motivation ein. Zu hohe Anspr\u00fcche, rigide Regeln, zu strikte Di\u00e4ten tragen h\u00e4ufig das Scheitern schon in sich.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Medikament\u00f6se Behandlung<\/h3>\r\nArzneimittel zur Behandlung der Fettsucht als alleinige Therapie sind wirkungslos. Appetithemmer oder Mittel, die ihre Wirkung im Darm entfalten und die Nahrungsaufnahme verringern (Lipasehemmer), sind nur in Kombination mit einer Verhaltens\u00e4nderung und k\u00f6rperlicher Bewegung und zudem bei starker Dickleibigkeit zweckm\u00e4\u00dfig. In Frage kommende Medikamenten sollten nur unter \u00e4rztlicher Kontrolle eingenommen werden. Zumeist wird der Einsatz dieser Medikamente \u00fcberlegt, wenn aufgrund einer anderen Erkrankung eine raschere Gewichtsabnahme herbeigef\u00fchrt werden muss.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Heilungschancen<\/h3>\r\nDie meisten Di\u00e4ten und auch die derzeit zur Verf\u00fcgung stehenden Medikamente haben in Langzeituntersuchungen nicht zu der erhofften dauerhaften Gewichtsreduktion gef\u00fchrt. Da die Gewichtsprobleme oft praktisch ein Leben lang bestehen und die gewichtsstabilisierenden Ma\u00dfnahmen sehr schwierig einzuhalten sind, sind R\u00fcckf\u00e4lle sehr h\u00e4ufig. Am erfolgversprechendsten haben sich eine individuell abgestimmte Ern\u00e4hrung, regelm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrte Bewegungsprogramme und verhaltenstherapeutische Unterst\u00fctzung sowie die Unterst\u00fctzung durch eine Selbsthilfegruppe erwiesen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Chirurgische Ma\u00dfnahmen<\/h3>\r\nOperative Ma\u00dfnahmen im Zusammenhang mit einer gew\u00fcnschten Gewichtsreduktion sind bei Patienten mit folgenden Problemen zu \u00fcberlegen:\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>starkes \u00dcbergewicht (Adipositas zweiten oder dritten Grades)<\/li>\r\n      <li>hoher Leidensdruck<\/li>\r\n      <li>eine deutlichen Einschr\u00e4nkung der Lebensqualit\u00e4t<\/li>\r\n      <li>auftretende Begleiterkrankungen oder<\/li>\r\n      <li>mehrere gescheiterte andere Behandlungsversuche<\/li>\r\n    <\/ul>\r\n<br>\r\nWie bei jeder Operation ist es empfehlenswert, eine Zweitmeinung \u00fcber die Sinnhaftigkeit des Eingriffs einzuholen. Das Essverhalten der Betroffenen nach der Durchf\u00fchrung eines Eingriffs ist entscheidend f\u00fcr den gew\u00fcnschten Erfolg. Daher ist genaue Information einhergehend mit einer Ern\u00e4hrungsschulung und einer anf\u00e4nglich kontinuierlichen Betreuung unbedingt notwendig.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Magenverkleinerung <\/h3>\r\nDie empfohlenen Verfahren, nach denen eine Magenverkleinerung derzeit durchgef\u00fchrt wird, verringern die Aufnahmekapazit\u00e4t direkt am Magen. Dabei wird der Magen mittels eines au\u00dfen angelegten Silikonbandes in zwei Teile geteilt, in einen kleineren Vormagen und einen gr\u00f6\u00dferen Nachmagen. \r\n<br><br>\r\nDer Eingriff kann mittels Laparoskopie durchgef\u00fchrt werden und ist daher weniger invasiv als die fr\u00fcher durchgef\u00fchrte horizontale oder vertikale Unterteilung des Magens in eine kleine Tasche und einen gr\u00f6\u00dferen Restmagen. Neben der laparoskopischen Operation ist ein weiterer Vorteil der Silikonbandtechnik, dass das Band auch nach der Operation noch verstellt und auch wieder entfernt werden kann. Die verwendeten B\u00e4nder bestehen aus einer Silikon-Kautschuk-Mischung. \r\n<br><br>\r\nDurch das Einsetzen eines Magenballons kann ebenfalls eine Verminderung des Magenvolumens bewirkt werden. Es hat sich bei diesem Verfahren jedoch herausgestellt, dass nach einigen Monaten ein Gew\u00f6hnungseffekt eintritt. Der anf\u00e4nglich erzielte Gewichtsverlust verschwindet wieder. Technische Probleme wie undichte Ballone, Ballonverlust (in komplizierten F\u00e4llen kann der abgehende Ballon eine Blockade im Magen-Darmtrakt verursachen), die einen operativen Eingriff erfordern, und zeitlich begrenzte Wirksamkeit sprechen gegen dieses Verfahren.\r\n<br><br>\r\nShunt- oder Bypassverfahren haben sich nicht bew\u00e4hrt. Bei dieser Operationstechnik wird ein Teil des D\u00fcnndarmes entfernt, um die N\u00e4hrstoffaufnahme zu senken. Das Problem dabei ist, dass damit nicht nur die Kalorienaufnahme vermindert wird, sondern auch die Aufnahme lebensnotwendiger Vitamine, Spurenelemente und Elektrolyte. Dies kann zu gravierenden Mangelerscheinungen und damit verbundenen Erkrankungen f\u00fchren. Diese Technik muss mit regelm\u00e4\u00dfigen Folgeuntersuchungen einhergehen, um auftretende Mangelerscheinungen rechtzeitig erkennen und ausgleichen zu k\u00f6nnen. Die Begleiterscheinungen dieses Verfahrens sind sehr belastend. Betroffene haben bis zu 15 Stuhlentleerungen am Tag, die zumeist mit Bl\u00e4hungen einhergehen. Die Technik wird kaum mehr angewandt, zumal auch mehr Komplikationen auftreten als beim Einsetzen eines Magenbandes. \r\n<br><br>\r\nDie Wahl der Bet\u00e4ubung\r\nEine Magenverkleinerung wird unter Vollnarkose durchgef\u00fchrt. Eine gut durchgef\u00fchrte Schmerzbehandlung w\u00e4hrend der Operation  verringert die Beschwerden betr\u00e4chtlich.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Risiken und Komplikationen bei der Silikonbandtechnik<\/h3>\r\nBei ca. zehn Prozent der Betroffenen treten w\u00e4hrend der Operation Probleme auf, meistens handelt es sich dabei um Blutungen, die eine laparoskopische Durchf\u00fchrung der Operation nicht zulassen. In diesen F\u00e4llen muss die Bauchdecke dann mittels Skalpell ge\u00f6ffnet, die Blutung gestillt und das Anlegen des Silikonbandes vorgenommen werden. \r\n<br><br>\r\nEbenfalls zehn Prozent der Operierten habe Portprobleme, Dislokationen oder Infektionen um das implantierte Kunststoffmaterial. Portprobleme werden durch eine zu enge oder zu weite Einschn\u00fcrung des Magens verursacht. Dadurch kommt die Nahrung entweder zu schnell oder zu langsam vom Vormagen in den Nachmagen. Im Falle von Dislokationen verl\u00e4sst das Silikonband seinen vorgesehenen Platz und muss operativ nachjustiert oder entfernt werden. In ein bis zwei Prozent der F\u00e4lle wandert das Band durch die Magenwand und wird ausgeschieden. \r\n<br><br>\r\nBeim Einsetzen eines Magenbandes kommt es bei weniger als 1 unter 1000 Patienten zu Komplikationen mit t\u00f6dlichem Ausgang.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Nach der Operation<\/h3>\r\nEs ist wichtig, dass eine Ern\u00e4hrungsberatung erfolgt und dass diese den Betroffenen auch noch einige Zeit nach der Operation zur Verf\u00fcgung steht. Um gesundheitliche Probleme zu verhindern, muss der Operierte bestimmte Ern\u00e4hrungsvorschriften einhalten: mehrmals t\u00e4glich kleine Nahrungsmengen zu sich nehmen, langsam essen und ausreichend kauen. Wird Hei\u00dfhungerattacken nachgegeben, kann das gef\u00e4hrliche Komplikationen verursachen. Zu Beginn werden die Patienten regelm\u00e4\u00dfig von ihrem betreuenden Arzt untersucht, um m\u00f6gliche Beschwerden im Zusammenhang mit dem relativ raschen Gewichtsverlust rechtzeitig erkennen und behandeln zu k\u00f6nnen.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Heilungschancen<\/h3>\r\nIn gro\u00dfen wissenschaftlichen \u00dcbersichtsarbeiten hat sich gezeigt, dass durch die Operation adip\u00f6se Patienten (BMI zwischen 30 und 35) in einem Ma\u00df abnahmen, dass sie in die Gruppe der \u00dcbergewichtigen (BMI zwischen 25 und 30) fielen. Die \u00fcbergewichtige Gruppe erreichte nach der Operation Normalgewicht (BMI zwischen 20 und 25). Dies f\u00fchrt f\u00fcr gew\u00f6hnlich zu einer deutlichen Verbesserung der mit starkem \u00dcbergewicht einhergehenden Begleiterkrankungen. Einen hundertprozentigen Behandlungserfolg gibt es nicht. So kann etwa durch hochkalorische fl\u00fcssige Nahrungsmittel die mittels Operation hergestellte Nahrungsaufnahmeschranke umgangen werden.\r\n<br><br>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"leben-mit-der-krankheit\">Leben mit der Krankheit<\/h2>\r\n<div class=\"lexikon-box\">\r\n<strong>Wer abnehmen will, braucht Geduld. Angeh\u00f6rige und Freunde k\u00f6nnen dabei unterst\u00fctzen, aber auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe. <\/strong>\r\n<br><br>\r\n  <h3 class=\"f20 dark-green\">Hilfe f\u00fcr Betroffene<\/h3>\r\nDer Weg zur Normalisierung des Essverhaltens bzw. die Ver\u00e4nderung von Ern\u00e4hrungsgewohnheiten ist langwierig und schwierig. Liegt eine Erkrankung an Esssucht vor oder spielen psychische Komponenten bei der Krankheitsentstehung eine gro\u00dfe Rolle, so ist die Situation noch schwieriger. Es gibt keine Zaubertricks, mit denen Hei\u00dfhungerattacken pl\u00f6tzlich zum Verschwinden gebracht werden. Leidet der Betroffene an Esssucht, so ist die Bereitschaft, diese ganz aufzugeben, Voraussetzung f\u00fcr einen erfolgreichen Therapieverlauf. Niemand kann versprechen, dass das Leben dadurch einfacher wird, im Gegenteil: anfangs wird es unsicherer, da die Essst\u00f6rung bestimmte Probleme \u201egel\u00f6st\u201c hat und nun ein neuer Umgang sowohl mit den Konflikten als auch mit dem Essen gesucht und erlernt werden muss.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Unterst\u00fctzung durch eine Selbsthilfegruppe<\/h3>\r\nViele Betroffene erleben die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe als gro\u00dfe Erleichterung, da sie mit ihren Problemen nicht mehr alleine sind. Motivation und Ausdauer f\u00fcr die Einhaltung der Ern\u00e4hrungsvorschriften und die regelm\u00e4\u00dfigen k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten fallen vielen in der Gruppe leichter. Anfangs mag es schwierig sein, \u00fcber sich selbst zu sprechen, aber die Verbundenheit, die zumeist zwischen den Gruppenmitgliedern entsteht, gibt Sicherheit und hilft dabei, sich \u00fcber seine eigenen Probleme klarer zu werden. Die Gruppe versorgt mit Informationen, bietet Unterst\u00fctzung, und jedes Mitglied kann wiederum anderen mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz weiterhelfen. Die Selbsthilfegruppe ersetzt allerdings nicht eine notwendige psychotherapeutische Behandlung.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Adipositas und Schwangerschaft<\/h3>\r\nBei Frauen mit Adipositas treten w\u00e4hrend der Geburt h\u00e4ufiger Komplikationen auf als bei normalgewichtigen Frauen. Spontangeburten sind bei stark \u00dcbergewichtigen seltener. Die Kinder sind h\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfer und haben auch ein h\u00f6heres Geburtsgewicht (4 kg und mehr), ein Umstand, der Kaiserschnittgeburten \u00f6fter notwendig macht\r\n<br><br>\r\nTrotz der Risiken, die ein stark erh\u00f6htes K\u00f6rpergewicht in dieser Zeit mit sich bringt, d\u00fcrfen w\u00e4hrend der Schwangerschaft und Stillzeit keine gewichtsreduzierenden Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Hilfe f\u00fcr Angeh\u00f6rige und Freunde<\/h3>\r\nAngeh\u00f6rige und Freunde k\u00f6nnen Betroffene im t\u00e4glichen Leben unterst\u00fctzen, indem sie die Ern\u00e4hrungsumstellung und die Bewegungsprogramme mitmachen. Da es bei beiden Behandlungsstrategien generell um die F\u00f6rderung einer gesunden Lebensweise geht, k\u00f6nnen alle davon profitieren.\r\n<br><br>\r\n<h3 class=\"f20 dark-green\">Verhaltenstipps f\u00fcr den Alltag<\/h3>\r\n    <ul class=\"unordered-list\">\r\n      <li>Sich gemeinsam mit dem Erkrankten gegen die Krankheit zu verb\u00fcnden, f\u00f6rdert den Genesungsprozess.<\/li>\r\n      <li>Geduld ist in hohem Ausma\u00df notwendig, denn die Behandlung der Erkrankung wird einen l\u00e4ngeren Zeitraum beanspruchen. Angeh\u00f6rige und Freunde sollten sich nicht scheuen, in dieser schwierigen Situation jede zur Verf\u00fcgung stehende Unterst\u00fctzung in Anspruch zu nehmen. Bei Beratungsstellen f\u00fcr Essst\u00f6rungen sind Informationen \u00fcber die Krankheit, psychotherapeutische Angebote, Selbsthilfegruppen f\u00fcr Betroffene sowie Selbsthilfegruppen f\u00fcr Angeh\u00f6rige und Freunde erh\u00e4ltlich.<\/li>\r\n        <\/ul>\r\n<br><br>\r\n<\/div>\r\n  <br><br>\r\n<strong>Redakteurin:<\/strong> Inge Smolek (Journalistin)<br>\r\n<strong>Aktualisierung:<\/strong> 13.11.2015, Elisabeth Tschachler (Journalistin)<br>\r\n<strong>Medizinisches Review:<\/strong> Univ. Prof. Dr. med. Ernst Berger (Psychiatrie), Dr. med. Bettina Reiter (Psychiatrie, Psychotherapie), Univ. Prof. Dr. med. Leopold Schmetterer (Pharmakologie), Univ. Doz. Univ. Prof. Dr. Karl-Heinz Wagner (Ern\u00e4hrungswissenschaften)\r\n<br>\r\n<br>\r\n<i>Diese Informationen k\u00f6nnen den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern k\u00f6nnen Ihnen helfen, sich auf das Gespr\u00e4ch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.<\/i>\r\n<br><br>\r\n<h2 class=\"f24 green bottom-10\" id=\"online-beratung\">Online-Beratung bei Adipositas &#8211; Essucht<\/h2>\r\nLeiden Sie an extremen \u00dcbergewicht? Durch die flexible psychologische Beratung bei Instahelp, werden Sie von unseren Online-Psychologen direkt von zu Hause aus bei der Bek\u00e4mpfung Ihrer Essucht begleitet.<br>\r\n<a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/\" class=\"green underline\">Mehr Information zur Online-Beratung<\/a>","protected":false},"author":2,"featured_media":1020,"template":"","class_list":["post-711","lexikon","type-lexikon","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Adipositas - Esssucht<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Um m\u00f6gliche Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit zu verhindern, helfen eine Umstellung der Ern\u00e4hrung, mehr Bewegung und eine Verhaltenstherapie.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/wp-json\/wp\/v2\/lexikon\/711\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Adipositas - Esssucht\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Um m\u00f6gliche Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit zu verhindern, helfen eine Umstellung der Ern\u00e4hrung, mehr Bewegung und eine Verhaltenstherapie.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/wp-json\/wp\/v2\/lexikon\/711\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Instahelp - Online-Therapie &amp; 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