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Psychologische Online-Therapie: Erfahrungen hautnah

Wenn ich rückblickend schätzen müsste, welche Worte ich kurz vor meiner Krise am öftesten gedacht habe, dann sind es wohl die: “Ich kann nicht mehr”. Ich kann meinen Sohn nicht mehr motivieren, zur Schule zu gehen. Kann den Stau in der Früh nicht mehr aushalten, die Diskussionen mit meinen Arbeitskollegen auch nicht und schon gar nicht die Einsamkeit am Abend, wenn ich mich endlich über den Feierabend freuen sollte und trotzdem keine Kraft aufbringe, irgendetwas Schönes in meinem Alltag zu finden. Ich wusste, dass es so nicht weitergehen kann. Wie ich mithilfe der Online-Therapie wieder Boden unter den Füßen gewonnen habe, das erzähle ich dir in diesem Erfahrungsbericht.

 

Psychologische Online-Therapie: Die ersten Schritte

Kennst du auch so Tage, wo du morgens die Augen öffnest und einfach nur denkst “Ich kann nicht mehr… wie soll ich das nur alles schaffen?” Oftmals sind das auch die ersten Worte, mit denen die psychologische Online-Therapie in meiner Instahelp Praxis startet. Ich bin Klinische und Gesundheitspsychologin und darf Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten. Das Online Setting erlaubt es mir, tief in den Alltag und die Kernthemen meiner Kund:innen einzutauchen. Möchtest du wissen, wie es sich anfühlt, psychologische Online-Therapie zu machen? Dann darf ich dich einladen, die Geschichte von Nora* zu lesen. Sie erzählt dir, warum sie zu Instahelp gefunden und was sie mit der Online-Therapie gewonnen hat.

*Die Veröffentlichung des folgenden Erfahrungsberichtes erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung der Kundin. Zum Schutz ihrer Privatsphäre wurden Name und persönliche Inhalte der Kundin anonymisiert.

Der Weg zur psychologischen Online-Therapie: Wie fühlt sich das an?

“Ich hab keine Lust mehr… ich schaffe das nicht… ich kann einfach nicht mehr… ich will nicht mehr funktionieren.” Diese Gedanken waren für mich jahrelang Normalität.

 

Ich dachte mir, das muss einfach so sein, so geht es doch allen. Bis mich eine gute Freundin vom Gegenteil überzeugt hat. Sie legte mir nahe, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und auch wenn ich eigentlich weder Zeit, noch Lust oder gar Geld dafür aufbringen wollte, überwand ich mich zu einem ersten Termin. “Einfach, damit sie endlich Ruhe gibt”, dachte ich mir und zwang mich zu einem Gespräch bei einer Psychologin.

Ich muss gestehen, es war tatsächlich eine angenehme Stunde. Irgendwie tat es mir sogar gut, mal selbst im Mittelpunkt zu stehen und einfach über mich zu sprechen. Nach einem ausführlichen Interview und einigen Fragebögen legte die Psychologin mir eine Therapie ans Herz: “Nora, du hast Symptome einer Depression. Du solltest wirklich Hilfe in Anspruch nehmen, um deine Lebensfreude zurückzugewinnen.”

Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Eine psychische Krankheit? So richtig? Ich? Etwas verwirrt und mit wackeligen Beinen habe ich ihre Praxis verlassen und mich gefragt: “Wie bitte soll ich jetzt auch noch eine Therapie unterbringen? Geht das nicht von selbst wieder weg?”

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Das psychologische Erstgespräch bei Instahelp

Die Psychologin machte mich darauf aufmerksam, dass eine Depression nur selten von selbst wieder verschwindet und dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die Symptome ohne Therapie immer wieder auftauchen. Meinen Bedenken, weder zeitliche noch finanzielle Ressourcen für eine psychologische Therapie aufbringen zu können, entgegnete sie mit dem Vorschlag, eine Online-Therapie zu starten. Und so habe ich Bekanntschaft mit meiner Instahelp Psychologin gemacht.

Zuerst klickte ich mich noch unsicher durch die Website, las Erfahrungsberichte, machte Selbsttests und führte schließlich den Matching-Prozess durch, der mir meinen “Perfect Match” vorschlagen sollte. Das Profilbild fand ich sehr ansprechend, die Beschreibung und das Vorstellungsvideo ebenfalls und so fasste ich all meinen Mut zusammen und klickte “Beratung starten”.

Es dauerte tatsächlich nur wenige Stunden und ich bekam eine erste Nachricht. Mit warmen Worten wurde ich empfangen und in mir machte sich zum ersten Mal seit Monaten ein Gefühl von Hoffnung breit. Könnte es wirklich sein, dass mir dieser Kontakt nun endlich wieder ein Stück Lebensfreude ermöglichte? Voller Skepsis, aber auch ein wenig neugieriger Vorfreude, trug ich mir den Termin für unser erstes Gespräch in den Kalender ein.

Das Erstgespräch

Meine Psychologin ermöglichte es mir, einen Termin in den späten Abendstunden einzuplanen, was für meine alltägliche Organisation eine große Erleichterung war. So konnte ich in aller Ruhe meinen Sohn ins Bett bringen und es mir in meinen eigenen vier Wänden gemütlich machen. Aller anfänglichen Bedenken zum Trotz merkte ich, dass “Therapie zu Hause” tatsächlich eine Option für mich sein könnte. Ich brauche weder einen Babysitter, noch muss ich in einem überfüllten Wartezimmer unangenehme Zeit überbrücken. Niemals hätte ich mich in meiner damaligen Situation so etwas ausgesetzt.

Das Erstgespräch mit meiner Psychologin bestand darin, uns gegenseitig kennenzulernen. Wir sortierten meine Symptome und Problemfelder, definierten Ziele und sie half mir, die Diagnose “Depression” besser zu verstehen. Sie schlug mir einen groben Fahrplan vor, an dem sich unsere psychologische Therapie orientieren könnte, betonte dabei aber immer wieder, wie wichtig es sei, dass ich auch selbst aktiv am Prozess teilnehme. Zudem machte sie mich darauf aufmerksam, dass ich, um diese finanzielle Last nicht alleine stemmen zu müssen, die Kosten meiner Therapie bei meiner österreichischen gesetzlichen Krankenkasse einreichen kann. Die Hoffnung, die ich in diesem Moment verspürte und das sichere Umfeld in meinem Wohnzimmer überzeugten mich schließlich davon, mich auf den Therapieprozess einzulassen.

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Die medizinische Untersuchung

Meine Psychologin machte mich darauf aufmerksam, dass es wichtig ist, die Diagnose durch eine medizinische Untersuchung zu ergänzen. Sie erklärte mir, dass sie dazu dient, organische Ursachen einer Depression auszuschließen. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Hausärztin habe, entschied ich mich dafür, diese Untersuchung direkt bei ihr durchführen zu lassen. Neben einer Blutabnahme wurden weitere medizinisch relevante Parameter erfasst und sie nahm sich Zeit für ein ausführliches Gespräch, um mir einen möglichen Zusammenhang zwischen den körperlichen Faktoren und meiner mentalen Befindlichkeit zu erklären.
Die Befunde waren unauffällig und so stützte sie auch die Diagnose der Psychologin. Ich bekam eine Bestätigung über die Untersuchung, die ich dann in weiterer Folge zum Einreichen meiner Therapiekosten verwenden könnte.

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Der Therapieverlauf

Mit vielen neuen Erkenntnissen im Gepäck, startete ich nun die psychologische Online-Therapie bei meiner Instahelp Psychologin. Da ich die Einheiten so aktiv mitgestalten konnte und mir jedes Mal die Zeit und den Ort aussuchen durfte, die für mich gerade am besten in den Alltag passten, fühlte es sich gar nicht so an, wie ich mir eine “klassische” Therapie erwartet hatte. Teilweise sprachen wir während einem Spaziergang nach der Arbeit, manchmal einfach im Pyjama auf der Couch und einmal sogar im Auto auf einer Raststation. Auch wenn wir unsere geplanten Einheiten hatten, so hatte ich doch das Gefühl, sie immer an meiner Seite zu haben. Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten, im Online-Setting so eine intensive Bindung aufbauen zu können.

Unser Fahrplan sah in etwa so aus:

  • In den ersten Einheiten ging es hauptsächlich darum, meine Geschichte zu erzählen und diese zu reflektieren. Wir analysierten die Symptome und meine Psychologin erklärte mir alles, was ich über eine Depression wissen wollte. Warum entsteht diese Krankheit? Wie lange habe ich das schon? Bekomme ich das wieder weg?
  • Im Folgenden machten wir uns auf den Weg und widmeten uns Schritt für Schritt den Symptomen der Depression. Ich bekam ein Werkzeug an die Hand, wie ich mit den Belastungen besser umgehen kann. Entspannungstechniken, Achtsamkeit sowie zahlreiche Interventionen aus der kognitiven Verhaltenstherapie spielten hierbei eine zentrale Rolle.
  • Im Verlauf der Therapie war es ehrlich gesagt nicht immer einfach. Große Erfolge wechselten sich mit kleinen Rückschritten ab, aber meine Psychologin half mir immer wieder dabei, voller Hoffnung und Zuversicht nach vorne zu blicken.
  • Gegen Ende der Therapie spürte ich schon eine deutliche Besserung meiner Symptome, ich konnte mich wieder am Leben erfreuen und es kostete mich nicht mehr so viel Kraft, den Alltag zu bewältigen. Ganz im Gegenteil – ich fand es sogar schön, meine beruflichen und privaten Erledigungen abzuarbeiten und dann ganz bewusst Erholung zu genießen.

Im Rahmen der Therapie lernte ich viel über mich selbst. Ich erkannte Muster, die mich seit der Kindheit prägen und lernte, wie ich die kleinen Glücksmomente in meinem Alltag wieder finden konnte. Ich nahm mich selbst wieder als Hauptdarstellerin in meinem eigenen Leben wahr, entdeckte neue Perspektiven, Prioritäten und erfuhr tatsächlich, was es heißt, sich selbst zu lieben.

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Der Antrag auf Kostenzuschuss durch die Krankenkasse

In Österreich ist es möglich, bei den gesetzlichen Krankenkassen einen Zuschuss für psychologische Online-Therapie einzureichen. Diese Möglichkeit wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und dennoch muss ich ehrlich gestehen, dass ich ein wenig nervös vor dem Einreichen meiner Rechnungen bei der Krankenkasse war. Ich kann diese bürokratischen Aufgaben überhaupt nicht leiden und es kostete mich viel Überwindung, neben all den täglichen Herausforderungen auch noch daran denken zu müssen. Meine Psychologin führte mich allerdings behutsam durch diesen Prozess, sodass sich auch dieser Schritt als einfacher herausstellte als gedacht.

Ich weiß aus eigener schmerzlicher Erfahrung, dass es eine große Hürde ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Man möchte stark sein und redet sich lange ein, dass man das doch wirklich nicht braucht und es auch so irgendwie gehen wird. Im Nachhinein weiß ich: Ich hätte diesen mutigen Schritt schon viel früher gehen sollen. Das Leben ist viel zu kostbar, um sich “irgendwie durchzukämpfen” und die Glücksmomente viel zu schön, um sie nicht bewusst auszukosten.

Mache auch du den ersten Schritt

Sehnst du dich auch danach, das Leben wieder in vollen Zügen zu genießen? Psychologische Online-Therapie kann dich auf deinem Lebensweg begleiten und dir helfen, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Dein:e Psycholog:in begleitet und unterstützt dich mit wissenschaftlich erprobten Methoden, damit du bald wieder deine Leichtigkeit und Lebensfreude zurück gewinnst. Starte jetzt deine Reise und finde deine:n Psycholog:in.

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Erstellt am: 17. März 2025
Mentale Gesundheit - Kerstin Schuller