Stress - Nicole Inez Fuchs

Urlaub: So lassen Sie den Stress zuhause

Stress ist das wohl am meisten benutzte Wort in unserer Gesellschaft. Der Alltag ist gefüllt mit Terminen, Verpflichtungen, Deadlines und dem Gefühl,  dass alles zu viel wird. Sind Sie auch jemand, der den nächsten Urlaub schon herbeisehnt? Dann sind Sie vielleicht auch eine Person, die sogar mit Urlaub Stress verbindet. Nicht selten kommt es vor, dass eine Reise zum Stressor wird und die gewünschte Erholung ausbleibt. Wie Sie die Hektik zumindest nicht auf die Reise mitnehmen, verraten wir Ihnen im Beitrag.

Urlaub: Stress, bleib zuhause

Eigentlich ist ein Urlaub die Zeit im Jahr, die dem Abschalten dient. Die Wochen, in denen Sie einen Gang zurückschalten, sich wieder erden und in denen Ihr Geist zur Ruhe kommen sollte. Doch bestimmt kennen auch Sie Menschen, die selbst die freie Zeit stresst. Diese bräuchten dann eigentlich “Urlaub vom Urlaub”. Gehören Sie auch dazu? Viele Stressoren lassen sich jedoch einfacher vermeiden, als Sie vielleicht denken.

Verschieden Bedürfnisse akzeptieren

Stress bezüglich Reisen entsteht, neben einer unzureichenden Planung oft, weil Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden. Sei es nun, weil sie nicht ausgesprochen oder weil sie übergangen werden. Beides führt letztendlich zu Frust, der dann oft in Streit mündet. Deshalb sollten die Bedürfnisse aller Mitreisenden ausgesprochen und auch in die Pläne integriert werden. Es ist klar, dass jeder Mensch andere Wünsche und Vorstellungen hat. Wenn Sie Single sind, werden Sie sich Gutes tun, wenn Sie eine Person auswählen, die Ihre Vorstellungen teilt. In einer Familie ist es umso wichtiger, dass man über die Ideen redet und sich darüber austauscht. So entstehen manchmal sogar Vorschläge, die es ohne Gespräche nicht gegeben hätte.

Man muss nicht alles gemeinsam machen

Viele unterliegen oft dem Glauben, dass Kompromisse Situationen verbessern. Das ist im Falle einer Reise jedoch nicht ganz so. Lassen Sie sich dazu ein Beispiel erklären: Wenn Hans bei einer Städtereise sich gerne jede Kirche anschaut und davon jeden Winkel fotografiert, ist das sein gutes Recht. Doch wenn seine Frau Helene sich lieber von Restaurant zu Restaurant isst, ist das auch legitim. Der Urlaub soll so genutzt werden, dass die Batterien wieder aufgeladen werden. Das passiert dadurch, dass jemand tut, was ihn erfüllt.

Um beim Beispiel zu bleiben: Machen beide täglich alles gemeinsam, ist einer der beiden genervt, weil er Dinge tut, die ihm widerstreben. Würde hingegen jeder für ein paar Stunden genau das machen, was ihn interessiert, käme kein Frust auf. Natürlich können Sie auch Dinge tun, für die Sie sich nicht sonderlich interessieren, Ihre Familie aber schon. Dies sollte jedoch nicht zu viel Zeit und Raum einnehmen.

Der Alltag kommt nicht mit in den Urlaub

Gehören Sie auch zu den Personen, die die Zugfahrt in den Urlaub mit dem Beantworten von geschäftlichen E-Mails beginnt? Dieses Verhalten ist nur ein Beispiel aus vielen, dass wir oft dazu tendieren, den Alltag einfach ebenfalls in den Koffer zu packen. Wir nehmen unseren Stress und unsere destruktiven Verhaltensweisen einfach mit, ohne Abstand zu gewinnen. Gleiches gilt etwa für das Nörgeln an den Kindern oder Ihrem Partner. Es kommt vor, dass man sich auch in den Ferien an den Macken des anderen stört. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass Sie damit sowohl sich als auch Ihr Gegenüber stressen. Lassen Sie also Ihre alltäglichen Gewohnheiten ebenfalls zuhause und lassen Sie sich einfach Mal treiben.

Wo auch immer Ihre nächste Reise hingeht: Sorgen Sie schon im Vorfeld dafür, dass der Stress möglichst zuhause bleibt. Erholen Sie sich gut und laden Sie Ihre Batterien neu auf.

Fotocredits: iStock.com/AubreyLao