Beziehung - Nicole Inez Fuchs

Liebe: Zulassen und loslassen lernen

In einer Gesellschaft, in der alles schnell gehen muss und sich kaum jemand mehr wirklich für oder gegen etwas entscheiden möchte, sind zulassen und loslassen Fremdwörter geworden. Wer zulässt, kann verletzt werden und wer loslässt verliert etwas. So scheint zumindest die gängige Annahme über die Thematik zu sein. Doch gerade in der Liebe ist es enorm wichtig, zu- und loslassen zu können. Wie genau funktioniert das und warum ist das so wichtig? Lesen Sie mehr in unserem Artikel.

Die Wichtigkeit von zulassen und loslassen

Zulassen schafft Nähe

Wer sich nicht wirklich auf sein Gegenüber einlassen kann, der verspürt auch keine echte Nähe. Wer nicht zulassen kann, bleibt also emotional distanziert. Er erlebt die Beziehung fast wie ein Außenstehender und nicht wie jemand, der Teil davon ist. Mit dem Zulassen einer Situation, den dazugehörigen Entwicklungen und Emotionen entsteht also Nähe, Verbundenheit und Intimität. Wenn Sie sich hingegen wehren und versuchen, die Situation zu kontrollieren, können Sie sich nicht einlassen und sind gemeinsam allein.

Loslassen macht Platz für Neues

Während zulassen dazu dient, dass zwei Menschen gemeinsam neuen Platz schaffen füreinander, geht es beim Loslassen genau um das Gegenteil. Loslassen bedeutet, dass Sie für sich Platz für Neues schaffen. Sei es nun für Menschen, Situationen, oder Emotionen. Es ist also wichtig, dass Sie sich von Ihrer Vergangenheit lösen und diese ziehen lassen. Oder haben Sie schon einmal mit vollen Händen eine freie Hand gehabt? Natürlich nicht. Dies wäre ein Widerspruch in sich. Denn volle Hände bedeuten, dass Sie nicht frei sind, um neue Dinge zu halten. Dieses Bild zeigt gut, wie wichtig es ist, dass Sie mit Ihrer Vergangenheit abschließen. Der Prozess des Loslassen kann durchaus schmerzhaft sein, doch er lohnt sich allemal.

Zulassen und loslassen als Motor

Kennen Sie Menschen, die wenig Energie haben und seit Jahren in einer aussichtslosen Situation verharren? Diese Personen haben wahrscheinlich nie gelernt, wie man zu- und loslässt. Aus Angst bleiben viele in Lebensbedingungen, die Ihnen nicht gut tun und die sie eigentlich schon lange verlassen sollten. Doch sie bleiben lieber im alten Vertrauten, als sich einer ungewissen Zukunft auszusetzen. Dabei dient loslassen des Alten und zulassen des Neuen als Motor für ein gesundes Leben. So ist Weiterentwicklung garantiert.

Natürlich ist es nicht einfach, gewisse Bereiche seines Lebens loszulassen. Oft ist es auch egal, wie belastend eine Dynamik ist. Der Mensch ist Gewohnheitstier und als solches scheut er Veränderungen. Man weiß ja nicht, was nachkommt und ob das besser ist. Außerdem muss man dann wieder bei Null starten. Das bedeutet, es wird wieder neue Energie benötigt. Wir verraten Ihnen die positive Seite: Diese Energie haben Sie zur Verfügung, sobald Sie mit dem Alten abgeschlossen haben. Schwimmen Sie also mit dem Strom des Lebens, in dem loslassen und zulassen die wichtigsten Mechanismen sind, um sich fortzubewegen.

Fotocredit: (c) iStock.com/Boonyachoat

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