Teil 1 der Serie “Richtiger Umgang mit Stress“.

Täglich begegnen uns Situationen, die Stress hervorrufen: Stau, Verspätung, Termindruck, ständige Erreichbarkeit, Kritik, Konkurrenzverhalten etc. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich in Stresssituationen. Grundsätzlich ist der Mensch den Stresssituationen körperlich und psychisch gewachsen. Stress ist notwendig, ja sogar förderlich (Projektabschlüsse, Prüfungsvorbereitung) und kann zu Höchstleistungen (Sport, Technik, Medizin, Forschung) antreiben.

Lange Stressphasen oder Dauerstress allerdings können Folgen auf die körperliche und seelische Gesundheit haben. Die WHO hat Stress als ernstzunehmende Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Im Umgang mit Stress ist es hilfreich, passende Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.

Ein Stoppschild gegen Stress

In akuten Stresssituationen können diverse Hilfestellungen eingesetzt werden können, um ein Aufschaukeln der Stressreaktion zu verhindern oder eine bereits aufgetretene Reaktion zu reduzieren. Im Folgenden soll nun auf kurze Hilfestellungen bei Stress eingegangen werden.

  • Abreagieren
    Als effektives Mittel ist Bewegung anzuraten (joggen, Treppen steigen Gartenarbeit, spazieren). Kontraproduktiv ist ein Wutausbrauch oder sich an seinen Mitmenschen abzureagieren.
  • Ablenken
    Um Belastungen kurzfristig zu vergessen kann die Wahrnehmung von der Situation hin zur einer anderen Aktivität (telefonieren, Musik hören, Bilder ansehen, aus dem Fenster blicken, Körperübungen) gelenkt werden.
  • Gedankenstopp
    Diese Technik dient dazu, belastende Gedanken und Grübeln zu unterbinden und ein Stimmungstief zu verhindern. Beim Auftreten dieser Gedanken kann man laut Stopp rufen oder sich ein Stoppbild vorstellen.
  • Zufriedenheitserlebnisse
    Kleine, feine Zufriedenheitserlebnisse und Genussmomente in den Alltag einbauen. Den Interessen entsprechenden Freizeitaktivitäten und Hobbies nachgehen und diese gerade in Belastungszeiten nicht vernachlässigen. Wichtig dabei ist, diese regelmäßig allein oder mit Freunden durchzuführen.
  • Positive Selbstinstruktion
    Die äußeren Ereignisse führen grundsätzlich nicht zu Stress, sondern Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen, die durch die Situation ausgelöst werden. Anstatt: „Das ist eine Katastrophe“, „Das wird schief gehen“ und „Das schaffe ich nicht“ sind positive Instruktionen hilfreich: „Erst einmal probieren“, „Es ist besser als gedacht“ „Es wird gut gehen“.
  • Spontane Entspannung
    Voraussetzung dafür ist, eine Entspannungstechnik zu beherrschen. Dafür eignen sich Elemente aus der Progressiven Muskelentspannung (z.B. alle Muskelgruppen für einige Sekunden anspannen) oder kurze Atemübungen.
  • Entschleunigung
    Unter Stress besteht die Tendenz schneller zu arbeiten, um mehr Aufgaben zu erledigen. Die Gefahr dabei: dadurch steigen Nervosität und die Fehlerhäufigkeit und ein Teufelskreis wird in Gang gesetzt.
Diese Hilfestellungen wirken kurzzeitig. Für eine adäquate Stressbewältigung sollen diese Strategien mit langfristigen (siehe Teil 2: Belastbarkeit in Stresssituationen steigern) kombiniert werden.

 
Zunächst viel Freude beim Ausprobieren und gutes Gelingen!

Literatur:
Litzke, Schuh, Pletke: Stress, Mobbing, Burnout am Arbeitsplatz. Springer 2013

Photocredit: (c) iStock.com/shironosov


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