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Selbstliebe: Ihre negativen Erfahrungen gezielt nutzen

4 min Lesezeit

Wie reagieren Sie, wenn Ihnen etwas widerfährt, das Sie beinahe aus der Bahn wirft? Es gibt dabei mehrere Möglichkeiten. Sie können sich darüber beklagen und sich in die Opferrolle begeben. Eine andere Möglichkeit wäre, einen Schritt zurückzutreten, zu beobachten und dann seine Lehre daraus zu ziehen. Es ist nicht immer einfach, möglichst positiv und gestärkt aus negativen Erfahrungen hervorzugehen. Doch es ist ein Zeichen von Selbstliebe und möglich: Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre negativen Erfahrungen gezielt nutzen können.

Wege, Ihre negativen Erfahrungen zu nutzen

Wenn Sie in der Sackgasse Ihrer Emotionen festgefahren sind und nicht mehr klar denken können, hilft es, Abstand dazu zu nehmen. Machen Sie einen Schritt zurück und versuchen Sie, die Situation aus der Distanz zu beobachten. Lassen Sie Selbstliebe zu und helfen Sie sich dabei. Dabei können Ihnen bestimmte Fragen helfen:

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor?

Jeder von uns hat seine Vergangenheit und die daraus resultierenden Erfahrungen. Daraus enstehen für jeden Menschen auch bestimmte Muster, die ihm im Leben immer wieder widerfahren. Dabei werden alte, schmerzhafte Erlebnisse wieder neu erlebt. Solange, bis man damit umgehen kann. Wer seine Muster erkennt, hat bereits die halbe Miete bezahlt. Denn so ist ein bewusster Umgang mit negativen Erlebnissen möglich. Es ist keine Schande, sich psychologische Hilfe zu suchen, wenn Sie es nicht allein aus dem Muster schaffen. Im Gegenteil: Es zeigt, dass Sie sich selbst lieben und achten.

Was hat zu den negativen Erfahrungen geführt

Natürlich gibt es auch solche negativen Erfahrungen, die man nicht verhindern kann und die ohne eigenes Zutun passieren. Jedoch gibt es auch welche, die man selbst mit verursacht hat. Ein gutes Beispiel ist das Fehlverhalten einer anderen Person gegenüber über Jahre. Das Gegenüber hat dies irgendwann satt und trennt sich. Zurück bleibt ein trauriges Ich, das nicht versteht, wie es bloß so weit kommen konnte. Wenn man sein Verhalten regelmäßig beobachtet und schlussfolgert, kann man gewisse Entwicklungen beeinflussen.

Was lernen Sie daraus?

Das Leben und seine Geschehnisse sind dazu da, um daraus zu lernen. Anstatt zu schmollen und das Schicksal als Verräter zu bezeichnen, hilft es, die Lehre aus der negativen Erfahrung zu ziehen. Wenn Sie sich auf die gesamte Situation, anstatt auf einzelne Aspekte fokussieren, können Sie früher oder später den Sinn erkennen. Der bekannte Effekt, dass man spät im Nachhinein sieht, wozu etwas gut war, kann auch schon früher eintreten. Indem man sich nicht auf den ärgerlichen Punkt versteift, sondern akzeptiert, was ist. Danach ist es möglich, nochmal auf das Erlebnis zu schauen und all seine Facetten zu betrachten.

Wie können Sie das Beste daraus machen?

Im Leben gibt es Phasen, in denen man das Gefühl hat, in einem brennenden Haus zu stehen. Die einzigen zwei Möglichkeiten, die man dann hat, sind entweder zu erstarren, oder aus dem Haus zu laufen. Bevor man jedoch aus dem Haus läuft, nimmt man noch mit, was zu retten ist. So ähnlich ist es in einer schwierigen Situation. Man befindet sich schon darin und alles, was man noch tun kann, ist die wertvolle Lehre zu erkennen und weiterzuziehen. Sprichwörtlich das Beste aus einer Situation zu machen.

Natürlich ist es einfacher, das Ereignis zu verfluchen und die Umstände zu beschuldigen. Das hilft Ihnen jedoch nicht weiter und lässt Sie sich noch schlechter fühlen. Gehen Sie gut mit sich um, laden Sie Ihre Selbstliebe ein und seien Sie offen für die Erfahrungen, die das Leben für sie bereithält.

iStock.com/ipopba<

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