Selbstwert - Nicole Inez Fuchs

Intuition – Auf die innere Stimme hören

Kennen Sie folgende Situation: Sie bekommen ein Angebot. Ihr Verstand und Ihre Emotionen finden, Sie sollten auf den Deal eingehen. Doch etwas in Ihnen stellt sich quer. Ihre Intuition, oder auch Bauchgefühl genannt, lässt Sie nicht ganz wohl bei der Sache fühlen. Irgendwas stimmt nicht, doch Sie können es rational und emotional nicht erklären. Wir treffen oftmals Entscheidungen auf Verstandsebene und kommen erst später zur Einsicht, dass unser 6. Sinn recht hatte. Warum es hilft, unsere innere Stimme bei Entscheidungen heranzuziehen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Intuition als Wegweiser

Wir lernen schon sehr früh, auf unseren Verstand zu vertrauen und mit ihm Entscheidungen zu treffen. Das ist an und für sich nicht schlecht. Jedoch verlernen wir über die Jahre immer mehr, sowohl unseren Verstand, als auch unsere Intuition einzubeziehen. Darunter versteht man nicht Emotionen, die aus schlechten Erfahrungen herrühren, sondern unser Bauchgefühl. Jene Empfindung, die laut wird, wenn uns etwas an einer Situation oder Person komisch vorkommt. Der Verstand trifft rationale Entscheidungen, die Intuition analysiert nicht, sie spürt.

Ausdruck des sechsten Sinns

Körperempfindungen

Sie reden mit einer Person, die Sie noch nicht kennen. Was Ihr Gegenüber spricht, hört sich gut an, doch Ihr Körper sendet Ihnen Signale. Diese Empfindungen können in verschiedenen Regionen auftreten, sind jedoch meist beklemmend. Ihre Intuition drückt sich also als Warnung über Ihren Körper aus.

Innere Bilder

Bestimmt kennen Sie Augenblicke, in denen Sie von jemandem überrumpelt werden. Im Moment und im Beisein der anderen Person, fühlt es sich irgendwie richtig an. Doch sobald Sie alleine sind, sich auf sich selbst besinnen und die Argumente Ihres Gesprächspartners weglassen, tritt die innere Stimme hervor. Sie kann sich auch in Form von klaren inneren Bildern zeigen. Zum Beispiel auch als Ihre eigene Vorstellung, wie die Situation auszusehen hätte, wenn sie richtig wäre.

Emotionale Aufgewühltheit

Es kommt nicht selten vor, dass wir ein ungutes Gefühl bei einer Sache haben. Dann werden wir jedoch von anderen Menschen überzeugt, dass unsere Bedenken unbegründet sind. Wir lassen uns überzeugen, fühlen uns jedoch nicht gut dabei. Umso mehr wir uns einer Sache dennoch hingeben, desto aufgewühlter sind wird. Emotionale Aufgewühltheit ist oft ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir uns gegen unsere Intuition entschieden haben.

Der inneren Stimme zuhören

Wenn Sie also das nächste Mal eine wichtige Entscheidung treffen, beziehen Sie neben Ihrem Verstand auch die Intuition ein. Wer sein Bauchgefühl immer außen vor lässt, wird immer wieder in Situationen kommen, die er früher oder später bereut. Außerdem verlernt man mit der Zeit, mit seinem sechsten Sinn zu arbeiten. Er ist hier, um Ihnen zur Seite zu stehen und möchte Beachtung. Verstand und Intuition sind eine gute Kombination, die man sich zunutze machen kann.

Stärkung der Intuition

Ihre innere Stimme macht sich gerne bemerkbar, wenn Sie achtsam sind. Das bedeutet, wenn Sie nicht gestresst sind, oder sich stressen lassen. Wenn Sie also wieder einmal vor einer wichtigen Entscheidung treffen, beziehen Sie Ihren sechsten Sinn mit ein:

  • Halten Sie inne und hören Sie, was unmittelbar auftaucht.
  • Schreiben Sie auf, welche Bilder, Gedanken oder Gefühle hochkommen.
  • Gehen Sie in die Achtsamkeit und weg von der Bewertung.
  • Schreiben Sie auf, was Ihr Verstand zu sagen hat. Das macht Platz für intuitive Einwände.
  • Notieren Sie, wann Ihre Intuition recht hatte. Das stärkt Ihr Vertrauen in sie.

Unsere innere Stimme ist eine wichtige Gabe, welche uns von Geburt an gegeben wurde. Unser Verstand hat seine Berechtigung und macht durchaus Sinn. Trotzdem hat die Intuition schon viele Menschen vor der falschen Entscheidung bewahrt, oder sie in die richtige Richtung gelenkt. Lassen Sie sich steuern: Der Verstand gibt das Tempo vor, die Intuition die Richtung! In diesem Sinne: Gute Fahrt.

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