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Die Angst vor Therapeut:innen oder Psycholog:innen überwinden

5 min Lesezeit

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aber hast bisher nicht den entscheidenden Schritt gewagt? Du bist nicht allein!

Viele Menschen haben am Anfang Angst und fühlen sich unsicher (Gulliver et al., 2010). Sie haben Angst davor, verurteilt zu werden und davor, offen über ihre Probleme zu sprechen. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Angst vor Therapeut:innen oder Psycholog:innen überwinden kannst.

Warum habe ich Angst vor Therapeut:innen oder Psycholog:innen?

Vielleicht fragst du dich: „Ist es nicht seltsam, dass ich so viele Ängste habe?“ Nein, ganz und gar nicht. Es ist vollkommen normal, dass wir Ängste und Unsicherheiten empfinden, wenn wir uns mit einer neuen Situation konfrontiert sehen (APA, 2025). Immerhin weißt du wirklich nicht, was dich in der psychologischen Beratung erwartet.

Psycholog:innen sind aber darauf geschult, dir ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem du dich wohlfühlen und öffnen kannst, genau so weit, wie es für dich im Moment passt. Wenn du zu den vielen gehörst, die schon fast einen Termin absagen wollten, aber dennoch hingegangen sind, dann wirst du am Ende vielleicht erleichtert sein und froh, dass du diesen Schritt gewagt hast. Lasse dich also wegen der Ungewissheit nicht von dem Gespräch mit einem:r Therapeut:in oder Psycholog:in hindern. Probiere es mal und du wirst sehen, dass viele Ängste und Unsicherheiten unbegründet waren. Hier findest du weitere Informationen zum Erstgespräch in der Psychotherapie sowie eine Auswahl an typischen Fragen in der Psychotherapie.

Was ist, wenn ich nicht über bestimmte Themen sprechen möchte?

Vielen Menschen ist es unangenehm, über ihre eigenen Probleme zu sprechen. Gesprächstherapie? Das Wort allein kann bei vielen Abschreckung auslösen. Die Gründe sind unterschiedlich: Schuld, Scham oder Peinlichkeit. Viele Menschen haben Angst davor, Schwäche zu zeigen, ganz besonders bei Themen, die sozial weniger erwünscht sind. Noch viel zu oft gilt leider die Ansicht, über psychische Probleme zu sprechen sei schwach. Die Hemmschwelle zum:r Psycholog:in zu gehen, ist oft so groß, dass der Weg gar nicht erst gewählt wird. Doch diese Angst soll dich nicht davon abhalten, psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Denn nur du entscheidest hier, welche Themen du ansprechen möchtest und wie tief du eintauchen willst.

Du kannst dir sicher sein, in der Beziehung zwischen dir und deinem:r Psycholog:in steht das Vertrauen an erster Stelle. Hier wirst du weder für deine Gedanken, Gefühle noch Verhaltensweisen verurteilt. Die Öffnung geschieht Schritt für Schritt, ganz in deinem Tempo. Gib nur das von dir preis, was du auch wirklich preisgeben möchtest. Du wirst aber schnell merken, dass dich dein:e Psycholog:in oder Therapeut:in nicht dafür verurteilt, was dir auf dem Herzen liegt.

Wie läuft das psychologische Erstgespräch in der Online-Beratung ab?

Nicht jede:r fühlt sich wohl bei dem Gedanken, einer fremden Person gegenüber zu sitzen und ihr aus dem eigenen Leben zu erzählen. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, könnte die Online-Beratung eine Alternative für dich sein. Hierbei kannst du, falls gewünscht, anonym bleiben. Zusätzlich können dich die Instahelp Psycholog:innen genau dort begleiten, wo du sie am meisten brauchst, nämlich mitten in deinem Alltag. Ganz egal, von wo aus oder zu welcher Zeit du das Gespräch suchen möchtest. Und bei Instahelp gibt es sogar einen speziellen Matching-Prozess, der dir dabei hilft, den für dich passenden Psychologen oder die passende Psychologin zu finden.

Wie kann ich die Angst vor Psycholog:innen und Therapeut:innen überwinden?

Wenn du immer noch zweifelst, ob eine psychologische Beratung das Richtige für dich ist, dann probiere ein kleines Gedankenexperiment aus: Schließe deine Augen und denke an eine Situation, in der du vor einer Entscheidung standest. Wie hast du dich dabei gefühlt? Lass diese Gefühle wieder aufkommen. Und denk daran, wie es sich angefühlt hat, als du endlich eine Entscheidung getroffen hast. Dieses Gefühl der Erleichterung wird auch kommen, wenn du den Schritt wagst und dich entscheidest, eine Therapie zu beginnen.

Es ist in Ordnung, Angst zu haben. Aber es ist auch wichtig zu wissen, dass es Hilfe gibt, um diese Ängste zu überwinden. Der erste Schritt zur Heilung ist oft der schwerste, aber es lohnt sich.

Möchtest du weitere Infos zur Angst vor Psycholog:innen erhalten? Dann schaue bei unserem YouTube-Video vorbei, in dem du erfährst, wie du die Angst vor Psycholog:innen überwinden kannst:

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ja, es ist völlig normal. Viele Menschen empfinden Unsicherheit und Angst, wenn sie überlegen, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist eine neue Erfahrung, und es ist verständlich, sich unsicher zu fühlen.

Nein, du musst nicht alles preisgeben. Es ist wichtig, dass du dich wohl und sicher fühlst. Du bestimmst das Tempo und entscheidest, welche Themen du ansprechen möchtest.

Online-Beratung ermöglicht es dir, mit einem:r Psycholog:in von überall aus zu sprechen, solange du eine Internetverbindung hast. Bei Instahelp gibt es sogar einen speziellen Matching-Prozess, der sicherstellt, dass du die:den passende:n Psycholog:in für deine Bedürfnisse findest.

Nein. Professionelle Psycholog:innen sind darauf geschult, dir zuzuhören und dir ohne Beurteilung oder Verurteilung zu begegnen. Das Hauptziel ist es, dir zu helfen und dich zu unterstützen. Sie werden dich niemals für dein Anliegen verurteilen, sondern dir unterstützend zur Seite stehen.

Ein gutes Mittel ist die Vorbereitung. Informiere dich über den Prozess und den Ablauf einer Beratung. Auch das Gedankenexperiment, das im Artikel beschrieben wurde, kann helfen, Ängste zu überwinden und den Schritt zu wagen.

Quellen

  1. American Psychiatric Association (2025). Understanding anticipatory anxiety during key life transitions.
  2. Gulliver, A., Griffiths, K.M. & Christensen, H. (2010). Perceived barriers and facilitators to mental health help-seeking in young people: a systematic review. BMC Psychiatry, 10(113).

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