Besser leben - Susanne Prosser

Besser mit Kritik umgehen: Das hilft!

Hand aufs Herz: Es gibt Besseres, als kritisiert zu werden. Doch um mahnende Worte kommen wir im Beruf und im Privaten nicht herum. Und wer besser mit Kritik umgehen kann, dem kann Kritik sogar helfen, den Selbstwert zu stärken. Wie? Das lesen Sie hier.

Wie reagieren Sie, wenn Sie kritisiert werden? Schießen Sie scharf zurück, ziehen Sie Festungsmauern hoch, verschwinden Sie im imaginären Erdloch oder sagen Sie lächelnd „danke“?

Wenn wir uns als Menschen mit tierischen Instinkten sehen, stellt Kritik in jeder Form erst einmal eine Bedrohung dar. Die negative Information kommt an und sendet bestimmte Signale an das Stammhirn. Schnell werden Stresshormone ausgeschüttet und der Körper merkt: Ich werde angegriffen, es droht Gefahr!

Unter Stress reagieren wir instinktiv mit dem Kampf-, Flucht oder Totstellreflex. Wir beginnen also zu diskutieren oder zu streiten, verlassen die Situation und flüchten uns in Erklärungen oder ignorieren, was wir gehört haben. So weit die Willkür des Reptilienhirns. Da wir aber nicht nur tierische Instinkte haben, sondern Menschen mit Verstand und Bewusstsein sind, können wir Kritik auch anders bewerten und erleben.

Folgende Strategien und Erkenntnisse helfen, mit Kritik besser umgehen zu können:

1. Wissen: Jeder Mensch kann mich kritisieren

Kritik kann uns überall treffen und begegnen. Grundsätzlich hat auch jeder Mensch das Recht, Kritik bei uns anzubringen. Wir können gar nichts dagegen tun. Wir können uns aber über diese Tatsache bewusst werden und wissen, dass wir nicht jede Kritik annehmen müssen. Und dass wir als Menschen trotzdem gut und liebenswert sind. Egal was andere über uns denken und sagen.

2. Besser mit Kritik umgehen: Neugierig sein

Werden wir also mit ungefragter Kritik konfrontiert – denn meistens kommt Kritik eben ungebeten daher – können wir anstatt zu kämpfen, zu flüchten oder uns tot zu stellen auch einfach nur neugierig sein. „Was genau meinst du damit?“, „Du bist also der Meinung, ich verhalte mich in manchen Situationen wie xy. Kannst du mir bitte ein genaues Beispiel dazu schildern?“

Im Gespräch lässt sich mehr über die Anschauung des anderen erfahren und es kann durchaus sein, dass wertvolle Rückmeldungen  enthalten sind, die uns weiter bringen können.

3. Ich kann selbst entscheiden, was ich mit der Kritik mache

Neugierig und offen sein heißt nicht, dass Sie mit allem übereinstimmen müssen, was ihr Gegenüber sagt. Sie können sich bei Ihrem Kritiker für die Rückmeldung bedanken und ihm antworten, dass er Recht haben könnte und dass Sie darüber nachdenken werden. Interessant wird es, wenn mehrmals und von verschiedenen Personen die gleichen Kritikpunkte angebracht werden. Jetzt können Sie entscheiden, ob Sie diese Informationen für sich nutzen möchten oder nicht. Beides ist okay!

4. Kritik hat nichts mit meinem Wert als Person zu tun

Wem es mit Kritik umgehen immer wieder sehr schwer fällt und lange Zeit das Gesagte in Gedanken hin- und her wälzt, könnte ein grundlegendes Thema mit dem Selbstwertgefühl haben. Ist das Selbstwertgefühl nicht stark ausgeprägt, passiert es schnell, dass Kritik in einer Sache als Ablehnung der ganzen Person empfunden wird. In diesem Fall ist es sehr ratsam, den Selbstwert zu stärken.

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5. Ich muss nicht auf jede Kritik eingehen

Wird Kritik auf respektlose Art vorgebracht, ist es das Beste, sich zu distanzieren. Wiederholt toxische Menschen und Beziehungen sollten wir für ein gesundes Leben vermeiden und nicht tolerieren. Sie haben auch das Recht, sich umzudrehen und zu gehen.

 

Fotocredit Titelbild: iStock.com/stockfour


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