Besser Leben - Sandra Linde

Schlafstörungen – Tipps für einen erholsamen Schlaf

In unserer rastlosen Gesellschaft, in der jeder immer auf dem Sprung ist, verschiedene Rollen ausfüllen muss und Multitasking Standard ist, sind Schlafstörungen zum Volksleiden geworden. Ausgefüllte Tage mit Terminen, Stress und Sorgen haben zur Folge, dass wir auch nachts keine Ruhe mehr finden.

Was genau sind Schlafstörungen?

Sicherlich kennt jeder folgendes Szenario: Es war ein langer Tag, man ist todmüde, liest vielleicht noch ein paar Zeilen vor dem Einschlafen im Bett, um abzuschalten. Doch kaum hat man das Licht gelöscht, springt die Glühbirne im Kopf an. Das Gedankenkarussell fängt an sich zu drehen. Es dreht sich und dreht sich und ist nicht mehr zu stoppen. Man liegt wach, wälzt sich im Bett, ärgert sich, dass man nicht einschlafen kann, weil man den Schlaf schließlich braucht. Sollte es letztlich gelingen, doch irgendwann einzuschlafen, wacht man am nächsten Morgen völlig gerädert auf. Man muss den kommenden Tag trotz bleierner Müdigkeit irgendwie bewältigen.

Das kann eine Weile gut gehen, denn unser Organismus ist flexibel und in der Lage, sich an veränderte Lebensbedingungen anzupassen – so wie ihm das beispielsweise bei einer Diät gelingt. Aber nach einiger Zeit sind unsere körperlichen Grenzen der Belastbarkeit erreicht. Es machen sich erste Mangel- bzw. Folgeerscheinungen bemerkbar: Kopfschmerzen, Verspannungen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Reizbarkeit und derer mehr. Diese Warnsignale sollte man ernst nehmen. Sie sind ein Zeichen unseres Körpers, dass seine Ressourcen zur Neige gehen. Spätestens jetzt sollte man reagieren.

Hilfreiche Maßnahmen für einen erholsamen Schlaf

Schlafhygiene

Eine erste wichtige Maßnahme sollte sein, auf eine optimale Schlafhygiene zu achten, also bestmögliche Schlafbedingungen zu schaffen. Dazu gehören beispielsweise die richtige Matratze, ein ruhiger Schlafplatz, ein abgedunkeltes Zimmer und ausreichend Frischluftzufuhr.

Einschlafrituale

Laut Wissenschaft sind sogenannte Einschlafrituale von großer Bedeutung. Diese muss jeder selbst für sich finden und wissen, was sich positiv auf die Vorbereitung zur eigenen Nachtruhe auswirken kann. Das kann eine heiße Badewanne oder Dusche sein, ein kurzer Abendspaziergang, entspannende Musik oder ganz gezielt autogenes Training sowie Meditation. Entscheidend ist, Körper und Geist nicht bis kurz vor dem Einschlafen auf Hochtouren laufen zu lassen. Deshalb sollte jegliche körperliche Anstrengung oder Reizüberflutung spätabends vermieden werden.

Klassische Hausmittel

Natürlich ist es auch möglich mit klassischen Hausmitteln, speziellen Tees oder Baldriantropfen, gegen die Schlafstörung vorzugehen. Doch wenn sich der Zustand über Wochen oder gar Monate hält, sollte man einen ärztlichen Rat einholen. Das kann beim Hausarzt oder beim Psychologen sein, je nachdem, wo man selbst die Ursache der Schlafstörungen vermutet. Denn darum geht es ja schließlich: Man muss die Ursache finden, um letztlich das Problem lösen zu können. Die Schlafstörung an sich ist nur das Symptom.

Da ich selbst seit Jahren nahezu durchgehend unter Schlafstörungen leide, mich aber weigere Schlafmittel in Form von Medikamenten zu nehmen, weiß ich, dass es ein langer Prozess ist, diese wieder in den Griff zu bekommen. Das braucht Zeit. Man muss viel ausprobieren, sich diszipliniert an die Rituale halten und auf die Schlafbedingungen achten, die man für sich gefunden hat. Und selbst dann gibt es sie noch, die schlaflosen, unruhigen Nächte, in denen mich irgendetwas gedanklich beschäftigt, nach denen ich mich wie der Tod auf Urlaub fühle. Aber sie werden seltener und immer öfter gelingt es mir, erholt und fit aufzuwachen. Was für ein Genuss!

Fotoquelle: (c) iStock.com/OcusFocus


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Elisabeth Feiks

Mag. Elisabeth Feiks

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