Besser leben - Sandra Linde

Selbstwertgefühl – Wie viel bin ich wert?

Ein mangelndes Selbstwertgefühl setzt unter Druck und führt zu Unzufriedenheit und Frustration. Man kann nichts mehr genießen und sich nie richtig entspannen und loslassen. Viele gute Gründe, um am eigenen Selbstwert zu arbeiten.

Die Ursache des Übels

Wer in Kindheit und Jugend viel kritisiert oder gar gehänselt wurde, wer das Gefühl hatte, als Mensch nicht angenommen zu sein, hat später im Leben oft Probleme mit dem Selbstwertgefühl. Diese Menschen übernehmen die negativen Informationen und erachten sie als ihre Realität. Es fehlt das Urvertrauen in die eigene Person, das sich in den ersten Lebensjahren nicht ausbilden konnte. Permanent negatives Feedback aus dem persönlichen Umfeld, von Eltern, Geschwistern, Lehrern, Freunden sorgt dafür, dass kein Vertrauen in die eigene Person und in die eigenen Fähigkeiten entwickelt werden kann. Dieses Gedankengut wird dann mitgeschleppt bis ins Erwachsenenalter. Die Folgen sind ein mangelndes Selbstwertgefühl und ein negatives Selbstbild.

Ausdruck von mangelndem Selbstwertgefühl

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl, sind sich selbst im wahrsten Sinne des Wortes nichts wert. Sie haben ein negatives Bild von sich. Und weil sie sich minderwertig fühlen, gehen sie auch so mit sich um. Sie denken schlecht über sich, machen sich klein und haben kein Vertrauen in sich. Oft benutzen sie, wenn sie in Gedanken mit sich selbst sprechen abwertende Aussagen: „Du blöde Kuh!“,“ Du Idiot!“, „Ist ja klar, dass du das wieder nicht auf die Reihe kriegst!“ Diese Art, mit sich umzugehen, macht alles natürlich nur noch schlimmer. Die negative Spirale dreht sich weiter nach unten, weil man sich verbal sein eigenes Selbstbild auch noch bestätigt.

Die ersten Schritte zu mehr Selbstwertgefühl

Ein erster Schritt, um den eigenen Selbstwert besser schätzen zu können, liegt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Es geht darum zu prüfen, inwieweit die Glaubenssätze, die wir aus Kindheit und Jugend mitgenommen haben, der heutigen Realität entsprechen. Man sollte sich vor Augen führen, dass das NUR Meinungen anderer Personen waren, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Ein weiterer Schritt sollte sein, behutsam und fürsorglich mit sich selbst umzugehen. Vor allem im Kopf bzw. in Gedanken. Sich positiv über sich selbst äußern, sich etwas gönnen, negative Gedanken über sich selbst durch positive ersetzen, wie Mantras – das wäre ein guter Anfang. Leichter gesagt als getan. Doch wenn man sich Mühe gibt, sich immer wieder vor Augen führt, dass man ein wertvoller Mensch ist, dann werden diese Sätze irgendwann zur Realität. Das Selbstwertgefühl wächst und gedeiht.

Fotocredit: (c) iStock.com/aurielaki


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Anke Fleischer

Dipl.-Psych. Anke Fleischer

Psychologische Psychotherapeutin

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