Besser leben - Sabine Otremba

Kreativität: Nicht nur was für Künstler.

Kreativität? Findet im Atelier oder in der kleinen Manufaktur statt. Und natürlich am Schreibtisch der Bestsellerautoren. Doch was hat das mit uns zu tun, wenn wir nicht in einem künstlerischen Bereich tätig sind? Eine ganze Menge, da Kreativität für gute Ideen sorgt und uns somit die Fähigkeit verleiht, für Probleme eine Lösung zu finden.

Kreativität gibt’s nicht auf Knopfdruck

Das Gemeine an der Kreativität ist, dass sie sich nur selten auf Knopfdruck einstellt. Es gibt allerdings ein paar Methoden, mit denen sie sich aus der Reserve locken lässt.

  • Ein Ortswechsel hilft der Kreativität auf die Sprünge

    Immer nur am Schreibtisch brüten und darauf warten, dass sich zündende Ideen einstellen? Das kann dauern. Wenn wir gedanklich die ausgetretenen Pfade zu verlassen wollen, ist es hilfreich, neue Wege zu gehen. Wortwörtlich.

  • Raus an die frische Luft

    Bewegung – idealerweise im Grünen – bringt Körper und Geist auf Trab. Und das kommt der Kreativität zugute. Klug: Unterwegs immer Zettel und Stift oder das Smartphone mit Memo-Funktion dabeihaben, um Ideen sofort festhalten zu können.

  • Einfach mal die Perspektive wechseln

    Im Yoga wird nicht umsonst so gerne der Kopfstand praktiziert, denn der sorgt wahrlich für einen Perspektivwechsel. Alternativ bieten sich aber auch ein Kletterwald oder ein Spielplatz mit Schaukel und Rutsche an. Oder eine Aussichtsplattform, von der aus wir buchstäblich die Adlerperspektive einnehmen können.

  • Ein Moodboard anlegen

    Online ist es so leicht wie nie, Inspirationen zu sammeln. Die Plattform Pinterest lebt davon. Doch auch die herkömmliche Pinnwand oder einfache Ordner, in denen wir Inspirierendes abheften, können nicht nur im Falle einer Kreativitäsblockade für frischen Wind sorgen.

  • Langeweile als Antrieb nutzen

    Klingt paradox, allerdings freuen sich unsere Gedanken sehr, wenn sie auf die Reise gehen können und das gelingt nur, wenn sie nicht anderweitig gebunden sind. Etwa an Filme oder Bücher. Autorin und Kreativitäsexpertin Julia Cameron („Der Weg des Künstlers“) empfiehlt deswegen, für eine Zeit bewusst auf Filme und Bücher zu verzichten und sich bewusst auf die Langeweile einzulassen.

  • Regelmäßig Pausen machen

    Sich ein Thema vornehmen und es stundenlang umkreisen, auf dass die Ideen nur so sprudeln? Keine gute Idee. Jede Idee benötigt Zeit, um zu reifen. Wir müssen uns gar nicht stunden- oder gar tagelang damit beschäftigen – unser Unterbewusstsein macht das automatisch. Und präsentiert uns dann eines Tages, quasi wie aus „heiterem Himmel“, die zündende Idee, auf die wir schon so lange gewartet haben.

Kreativitätskiller: So wird jede gute Idee im Keim erstickt

Gute Ideen gibt’s also nicht auf Knopfdruck und darüber hinaus sind sie auch noch äußerst scheu. Eine Selbstzensur während der Ideenfindung ist daher tabu – auch wenn es schwerfällt. Denn was soll geschehen, wenn eine zarte Idee vorsichtig um die Ecke schaut und gleich abwertend „begrüßt“ wird? Etwa mit „Das geht doch gar nicht“, „Das funktioniert nie“ oder „Dafür bin ich zu alt“?

Angst ist ebenfalls kein guter Berater, wenn wir auf Ideenfindung sind, weil sie uns buchstäblich lähmt. Zum Glück lassen sich diese Kreativitätskiller relativ einfach umgehen:

Alle aufkeimenden Ideen sofort aufschreiben, ehe der Kopf dazwischenfunkt.

 

Zensiert wird später, wenn das private Brainstorming beendet ist. Und apropos Brainstorming: Das gilt gemeinhin als probates Mittel, um die Ideen fließen zu lassen. Allerdings zu Unrecht, wie verschiedene Untersuchungen belegen. Die Arbeit in der Gruppe lenkt ab, darüber hinaus wirken sich die Hierarchie und Konkurrenzdenken äußerst negativ auf die Kreativität aus.

In diesem Sinne: Lassen wir uns draußen einfach mal frischen Wind um die Nase wehen – aber nie (s.o.) ohne Notizbuch. Gute Ideen kündigen sich nicht vorher an und fragen, ob es gerade passt. Sie sind spontane Gäste, die kurz vorbeischauen und gleich wieder weg sind, wenn wir sie nicht festhalten.

Fotocredits: iStock.com/psphotograph


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Annette Wallisch-Tomasch

Mag. Dr. Annette Wallisch-Tomasch

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