Therapie bei narzisstischen Eltern – Ein Erfahrungsbericht
Das Aufwachsen mit narzisstischen Eltern kann tiefe Spuren hinterlassen. Überhöhte Erwartungen, ständige Kritik oder das Gefühl, nie gut genug zu sein, können Kinder bis ins Erwachsenenalter begleiten. Doch wie erkennt man narzisstische Verhaltensweisen bei den eigenen Eltern? Welche langfristigen Folgen können entstehen und wie lässt sich damit umgehen?
In diesem Erfahrungsbericht erzählt Instahelp-Psychologin Kerstin Schuller, wie sie einen jungen Erwachsenen im Umgang mit seinem narzisstisch geprägten Vater begleitet hat. Du erfährst, welche Verhaltensmuster typisch sein können und wie psychologische Beratung dabei unterstützen kann, Grenzen zu setzen, den eigenen Selbstwert zu stärken und belastende Erfahrungen aufzuarbeiten.
Das Wichtigste vorab:
Beinahe jede:r berichtet, schon Kontakt mit einem:r Narzisst:in gehabt zu haben oder waren in einer Beziehung mit jemandem mit narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften. Heißt das, wir sind alle irgendwie narzisstisch? Ja und nein, denn so gut wie jeder Mensch trägt narzisstische Anteile in sich. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung kommt glücklicherweise aber nur sehr selten vor und ist ein Extremfall. Im Gegensatz zu Personen mit narzisstischen Anteilen erleben Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung häufig deutliche Einschränkungen in der Fähigkeit, soziale Beziehungen zu pflegen oder den Alltag bei einer guten Lebensqualität zu bewältigen. Sie leiden oft unter einem extrem niedrigen Selbstwert und sind verzweifelt auf der Suche nach Anerkennung von außen.
Online-Therapie bei narzisstischen Eltern
Mein Name ist Kerstin – ich bin Instahelp Psychologin und darf in der Online-Beratung Erwachsene zu unterschiedlichen Themen und Fragestellungen beraten. Das Selbst- und Fremdbild, das Leben in Beziehungen und der Umgang mit starken Emotionen spielen meistens eine große Rolle. Gerade wenn es um Narzissmus in Beziehungen geht, sehen sich Betroffene vor einer großen Herausforderung. Wie eine Beratung in so einer Situation helfen kann, das darf ich dir in diesem Erfahrungsbericht erzählen. Die Veröffentlichung der folgenden Erfahrung erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung des Klienten. Zum Schutz seiner Privatsphäre wurden Name und persönliche Inhalte des Klienten anonymisiert.
Eines Abends erreichte mich folgende Nachricht:
Liebe Kerstin! Ich bin 18 Jahre alt und habe gerade begonnen, Kommunikationswissenschaften zu studieren. Ich wohne noch bei meinen Eltern, was sich zunehmend als schwierig herausstellt. Sie setzen mich mit dem Studienerfolg so sehr unter Druck, da nur das Beste gut genug für sie ist. Manchmal denke ich, sie akzeptieren mich nur, wenn ich perfekt funktioniere. Und auch wenn ich dann erfolgreich bin, ist mein Vater nicht etwa stolz auf mich, sondern prahlt, wie wichtig sein Beitrag dazu war. Ich halte das echt nicht mehr aus! Immer öfter geraten wir aneinander, doch sobald ich mich wehre, regt sich mein Vater maßlos auf. Ich ziehe mich immer mehr zurück. Auch meine Mutter ist hier keine große Hilfe, da sie sich ihm immer unterordnet. Ich liebe meine Eltern, aber wenn das so weitergeht, werde ich mir eine WG suchen. Warum ist mein Vater so? Und warum kann ich ihm nicht einfach die Stirn bieten? Bitte hilf mir! Liebe Grüße Leon.
Leon beschreibt in seiner ersten Nachricht einen Vater, der sehr hohe Erwartungen an seinen Sohn hat. Gleichzeitig ordnet er Erfolge nicht bei ihm, sondern bei sich selbst ein. Eine andere Meinung als die eigene wird nicht akzeptiert. Leistungsdruck und Perfektionismus stehen an der Tagesordnung. In meinem Kopf tauchte sofort der Gedanke auf: “So ein Narzisst!” Natürlich ist das anhand dieser kurzen Nachricht überhaupt nicht einzuschätzen. Daher habe ich Leon einen Termin vorgeschlagen, um persönlich über die Beziehung zu seinen Eltern zu sprechen.
Woran erkennt man narzisstische Eltern?
Bei narzisstischen Eltern stehen häufig die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen im Vordergrund. Kinder fühlen sich dadurch oft unter Druck gesetzt, den Ansprüchen ihrer Eltern gerecht zu werden. Typisch sind starke Kritik, hohe Leistungsansprüche und mangelnde Rücksicht auf die Gefühle und Grenzen des Kindes.
Wichtig: Einzelne Verhaltensweisen bedeuten nicht automatisch, dass eine narzisstische Persönlichkeitsstörung vorliegt. Diese kann nur von qualifizierten Fachpersonen diagnostiziert werden.
Im ersten Video-Call schilderte mir Leon seine familiäre Situation. Seine Erzählungen bestärkten meine Vermutung, dass sein Vater narzisstische Tendenzen zeigen könnte. Besonders auffällig waren:
Selbstüberschätzung: Laut Leons Erzählungen sieht der Vater sich selbst als wichtigste Person der Familie und ist scheinbar stark von sich selbst überzeugt. Seine eigenen Leistungen betont er, während er die Erfolge von anderen schmälert.
Bedürfnis nach Bewunderung: Leons Vater ist stark von der Anerkennung anderer abhängig. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und sich anhimmeln zu lassen. Wird ihm dieser Ruhm verwehrt, reagiert er aggressiv und verletzend.
Mangel an Empathie: Laut Leon nimmt sein Vater kaum Rücksicht auf die Gefühle anderer, dies führt dazu, dass es in der Familie häufig Streit gibt, der meistens darin endet, dass Leon oder seine Mutter weinend den Raum verlassen.
Manipulation und Ausnutzung: Er setzt Charme und Freundlichkeit gezielt ein, um seine Interessen durchzusetzen. Er ist ein Meister der Manipulation und weiß genau, wie er seine sozialen Beziehungen so nutzen kann, dass er das Maximum für sich erreicht.
Neid und Eifersucht: Er kann Erfolge anderer schwer anerkennen und wertet Menschen ab, die ihm überlegen erscheinen.
Gibt es eine Therapie bei Narzissmus in der Eltern-Kind-Beziehung?
In Leons Fall ist der Fokus dieser Eltern-Kind-Beziehung also überhaupt nicht auf das Wohl von Leon ausgerichtet, sondern fast ausschließlich darauf, wie es seinem Vater geht und wie er stets im besten Licht stehen kann. Diese Anzeichen sprechen sehr stark für eine narzisstische Persönlichkeit, wobei es als Psychologin natürlich unmöglich ist, eine Diagnose zu stellen, ohne die betroffene Person je gesehen zu haben. So habe ich es auch Leon erklärt:
So, wie du deinen Vater beschreibst, hat er stark narzisstische Anteile. Das kann in der Beziehung sehr herausfordernd sein. Wir werden deinen Vater aber nicht ändern können. Lass uns also gemeinsam einen Weg finden, wie du mit seinem Verhalten in Zukunft besser umgehen kannst.
Narzisstische Eltern: Folgen für Kinder und Erwachsene
Wer mit kontrollierenden, abwertenden oder emotional wenig zugänglichen Eltern aufwächst, kann die Folgen bis ins Erwachsenenalter spüren.
In der Beratung wollte ich zunächst verstehen, wie sich das Verhalten von Leons Vater auf seine Entwicklung ausgewirkt hatte. Nach mehreren Gesprächen zeichneten sich folgende Belastungen ab, die auch bei anderen Betroffenen auftreten können:
Schwierigkeiten mit Bedürfnissen und Gefühlen: Leons Gefühle und Bedürfnisse fanden in seiner Kindheit wenig Raum. Heute fällt es ihm schwer, diese wahrzunehmen und auszudrücken.
Verlust der Identität: Um seinem Vater zu gefallen und dessen Erwartungen zu entsprechen, hat Leon seine eigene Identität nie wahrgenommen. Persönliche Vorlieben, Träume oder ein Hobby, das ihn erfüllt, waren unerreichbar für ihn. Dadurch konnte er nur schwer eigene Interessen und Lebensziele entwickeln.
Geringes Selbstwertgefühl: Leon ist sich selbst nie gut genug, weil er absolut überhöhte Ansprüche an seine eigenen Leistungen stellt. Er hat den Perfektionismus seines Vaters übernommen und kann sich selbst über seine eigenen Erfolge nicht freuen. Das Gefühl von Stolz kennt er nicht.
Unsichere Beziehungen: Freundschaften und Beziehungen aufrecht zu erhalten, fällt Leon schwer, weil er kein Vertrauen in andere Menschen hat. Er ist sehr konfliktscheu und schafft es kaum, eigene Bedürfnisse zu artikulieren. Darum fühlt er sich in Beziehungen nicht verstanden und eingeengt, was dazu führt, dass er sich immer mehr zurückzieht.
Emotionale Instabilität: Da Leon nie gelernt hat, seine Gefühle anzunehmen und zu artikulieren, kann er auch heute nicht damit umgehen, wenn er sich emotional aufgewühlt fühlt. Er unterdrückt seine Emotionen, was zu psychosomatischen Beschwerden führt, die er als Bauchschmerzen und Verspannungen wahrnimmt.
Diese Folgen sind nicht zwangsläufig und können auch andere Ursachen haben. Psychologische Beratung oder eine psychotherapeutische Behandlung kann helfen, belastende Muster zu erkennen, den Selbstwert zu stärken und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Therapie bei Depressionen, Ängsten und Problemen mit dem Selbstwert
Das Aufwachsen im Schatten einer narzisstischen Person kann schwerwiegende Folgen für die mentale Gesundheit haben und zu Depressionen, Angststörungen oder Selbstwertproblemen führen. Das narzisstische Verhalten seines Vaters hat auch bei Leon tiefe Spuren hinterlassen. Ich wusste, dass es einen längeren Prozess erfordert, um all diese Themen aufarbeiten und behandeln zu können.
Diese Ansätze haben ich dabei mit ihm bearbeitet:
1. Manifestierte Glaubenssätze
In der Planung der Beratung habe ich Leon ehrlich mitgeteilt, dass es zwar nicht unmöglich, aber herausfordernd sein kann, Prägungen aus der Kindheit aufzulösen. Muster und Glaubenssätze, die sich über Jahre manifestiert haben, können nicht in wenigen Wochen einfach ausgelöscht werden. Und dennoch konnte ich Leon versichern, dass es durchaus möglich ist, ein starkes Selbstbild zu finden und sich gegen das toxische Verhalten seines Vaters zu wehren, ohne die Beziehung abbrechen zu müssen.
2. Therapie bei narzisstischen Eltern: Selbstfürsorge
Bevor wir uns mit dem konkreten Verhalten des Vaters sowie Leons Umgang damit auseinandersetzten, haben wir uns die einzelnen Themen herangezogen, die ihn selbst geprägt haben. Auch wenn es durchaus möglich ist, eine narzisstische Person zu therapieren, war der Fokus in meiner Beratung natürlich das Wohlbefinden von Leon zu fördern und nicht den Vater zu verändern. In der Beratung sind wir dabei so vorgegangen:
3. Emotionsregulation
Bevor ich Leon verschiedene Strategien zeigen konnte, wie man starke Gefühle regulieren und damit umgehen kann, musste er lernen, einen Zugang zu seinen Emotionen herzustellen. Dazu haben wir uns am Anfang jeder Stunde folgenden Fragen gewidmet:
Was war das stärkste Gefühl der letzten Tage? Was fühle ich gerade?
Wo in meinem Körper habe ich diese Gefühle wahrgenommen?
Warum sind diese Gefühle aufgetaucht?
Was brauche ich in diesem Moment?
Welche Gedanken begleiten dieses Gefühl?
Was verstärkt oder lindert dieses Gefühl?
Was will mir das Gefühl sagen? Was könnte es Positives bringen, so zu fühlen?
4. Aufbau von Selbstwert und Identität
Häufig kommt es vor, dass Kinder narzisstischer Eltern ihr eigenes Selbst verlieren, da sie bestmöglich den Erwartungen der Mutter oder des Vaters entsprechen wollen. Durch das Erkunden von Werten, Interessen und Lebenszielen haben wir in der Beratung an der Entwicklung eines stabilen Selbstbildes und einer Identität gearbeitet. Die Identifikation mit eigenen Stärken und Talenten war ein Baustein in der Stärkung des Selbstwertes.
5. Förderung von gesunden Beziehungen
Das soziale Umfeld spielt in der Therapie von narzisstischen Folgeerscheinungen eine wichtige Rolle. Gesunde Beziehungen können dazu beitragen, vergangene Verletzungen zu heilen und ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Für Leon war es sehr wichtig, in der Beratung ungesunde Beziehungsmuster zu identifizieren. Dies ist uns gelungen, indem wir eine Verbindung herstellen konnten zwischen vergangenen Kindheitserfahrungen und Verhaltensmustern in der Gegenwart. Als Leon verstanden hatte, warum er in manchen Situation auf eine spezielle Art und Weise fühlt, konnten wir diese alten Glaubenssätze identifizieren und langsam durch neue ersetzen.
Therapie bei narzisstischen Eltern: Wie kann ich mit narzisstischen Eltern umgehen?
Im Umgang mit narzisstisch geprägten Eltern kann es helfen, klare persönliche Grenzen zu setzen, auf Provokationen möglichst ruhig zu reagieren und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Auch eine gewisse emotionale oder räumliche Distanz kann sinnvoll sein, wenn der Kontakt dauerhaft belastet.
Wichtig ist, dass du das Verhalten deiner Eltern nicht verändern musst, um dich selbst zu schützen. Psychologische Unterstützung kann dir helfen, belastende Beziehungsmuster zu erkennen und einen Umgang zu finden, der für dich langfristig gesund ist.
Im nächsten Schritt war es wichtig, Leon Strategien an die Hand zu geben, wie er sich vor den toxischen Verhaltensweisen seines Vaters schützen kann. Dabei kamen unter anderem folgende Techniken zum Einsatz:
1. Reframing
Auch wenn es anfangs schwierig war, so haben wir im Gespräch versucht herauszufinden, welche positiven Auswirkungen das narzisstische Verhalten von Leons Vater mit sich gebracht haben könnte. Und tatsächlich hat er erkannt, dass zwar vieles verletzend, aber nicht alles schlecht war. Er hat erkannt, dass das Verhalten seines Vaters zumindest zum Teil auch daher rührte, dass er sich für Leon eine gute Zukunft gewünscht hatte und damit eigentlich etwas Positives erreichen wollte. Leider hat sein Vater es in vieler Hinsicht komplett falsch ausgelebt.
Es kann sehr heilsam sein, die Kindheit auch in diesem Rahmen zu sehen, um versöhnlich auf die Vergangenheit zurückblicken zu können. Dies war besonders für Leon von Bedeutung, da es ihm wichtig war, auch weiterhin einen guten Kontakt zum Vater zu pflegen.
2. Klare Grenzen setzen
Es klingt so einfach und kann doch so schwer sein. Gerade mit manipulativen Eltern kann es sehr wichtig sein, deutliche Grenzen zu setzen und diese auch zu artikulieren. Häufig erleben narzisstische Eltern ihre Kinder als Verlängerungen ihrer Selbst, was dazu führt, dass die Kinder keine eigenen Grenzen wahrnehmen. Auch bei Leon war ein ähnliches Muster zu beobachten, weshalb wir daran gearbeitet haben, gesunde Grenzen zu definieren. Dazu kann auch ein Satz gehören wie:
Ich brauche jetzt eine Pause und melde mich später wieder
3. Die Grey-Rock-Methode
Kommunikation spielt in allen Beziehungen eine wichtige Rolle, insbesondere bei narzisstischen Personen. Die Grey-Rock-Methode (auch Gray-Rock-Methode oder Grauer-Fels-Methode genannt) beschreibt eine Kommunikationsstrategie, bei der du auf Provokationen oder manipulative Aussagen möglichst gelassen, kurz und neutral reagierst. Ziel ist es, dich weniger in belastende Auseinandersetzungen hineinziehen zu lassen. Im besten Fall merken die narzisstsichen Personen dadurch bewusst oder unbewusst, dass die Provokation keinen fruchtbaren Boden findet, und sie lassen zukünftig davon ab.
Um diese Methode zu manifestieren, habe ich mit Leon folgende Imaginationsübung durchgeführt:
Stelle dir vor, du bist ein großer grauer Felsen mitten im Meer. Das Wasser umschmiegt deinen Rand, die Wellen prallen an dir ab. Du bist solide, ruhig und unbeeindruckt von den immensen Wassermengen um dich herum – ohne dich auch nur ein Stück zu bewegen, kann auch die höchste Welle dir nichts anhaben. Erinnere dich jetzt an eine Aussage von deinem Vater, die dich verärgert hat und formuliere einen ruhigen, kurzen und neutralen Satz, den du ihm gerne geantwortet hättest. Achte bewusst auf die Emotionen, die aufkommen, wenn du an diese Szene denkst und sage zu dir “Ich bin ruhig und neutral, wie ein grauer Fels. Mich kann nichts aus der Ruhe bringen”. Halte das Bild von dem grauen Felsen noch einen Moment fest und kehre dann langsam wieder ins Hier und Jetzt zurück.
Vorteile der Online-Therapie bei narzisstischen Eltern
Die Beratung mit Leon hat sich über einige Wochen gestreckt, in denen wir intensiv an seinem Umgang mit den problematischen Verhaltensweisen seines Vaters gearbeitet haben. Nach einiger Zeit haben wir reflektiert, was für ihn besonders hilfreich in der Beratung war und welche Aspekte ihn weitergebracht haben. Diese Punkte hat er mir genannt:
- Einen anderen Blick auf die Kindheit zu bekommen und nicht nur negativ auf diese Zeit zurückblicken
- Durch gesunde Grenzen eine stabile, aber distanzierte Beziehung zum Vater aufbauen, in der er sich wohl fühlt
- Offen darüber reden zu können, wie er sich fühlt und zu lernen, mit diesen Gefühlen umzugehen
- Flexibel von zu Hause aus sprechen zu können, ohne eine Therapie vor Ort aufsuchen zu müssen
- Zu erfahren, dass er gar nicht so perfekt sein muss, um geliebt zu werden und dass er auch ohne Leistung ein wertvoller Mensch ist
FAQs zu narzisstischen Eltern
Mögliche Anzeichen sind starke Kontrolle, überhöhte Erwartungen, ständige Kritik, ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Anerkennung und wenig Rücksicht auf deine Gefühle oder Grenzen. Einzelne Verhaltensweisen reichen jedoch nicht aus, um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung festzustellen. Entscheidend ist auch, wie sich das Verhalten deiner Eltern auf dein Wohlbefinden auswirkt.
Belastende Kindheitserfahrungen lassen sich nicht rückgängig machen. Es ist jedoch möglich, ihren Einfluss auf das eigene Leben zu verändern. Psychologische Unterstützung kann helfen, negative Glaubenssätze zu hinterfragen, den Selbstwert zu stärken, gesunde Grenzen zu entwickeln und neue Beziehungserfahrungen zu machen.
Nein, nicht grundsätzlich. Ob du den Kontakt aufrechterhalten, einschränken oder abbrechen möchtest, hängt von deiner individuellen Situation ab. Manche Menschen finden durch klare Grenzen einen für sie tragbaren Umgang. Für andere kann mehr Distanz notwendig sein. Entscheidend sind dein Wohlbefinden und deine Sicherheit.
Ja. Psychologische Beratung kann dich dabei unterstützen, belastende Familienmuster besser zu verstehen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und gesunde Grenzen zu setzen. Bei Instahelp kannst du dafür mit qualifizierten Psycholog online über deine persönliche Situation sprechen. Eine Beratung ersetzt jedoch keine gegebenenfalls notwendige Behandlung psychischer Erkrankungen.
Unser Angebot umfasst psychologische Online-Beratung und psychologische Online-Therapie durch Klinische Psycholog:innen. Die psychologische Online-Beratung richtet sich an psychisch gesunde Menschen, die in herausfordernden Lebenssituationen Unterstützung suchen. Eine psychologische Online-Therapie oder Psychotherapie ist notwendig, wenn eine psychische Erkrankung oder Beeinträchtigung vorliegt. Alle Leistungen werden von entsprechend ausgebildeten und gesetzlich berechtigten Fachpersonen gemäß Psychologengesetz 2013 (BGBl. I Nr. 182/2013) und Psychotherapiegesetz (BGBl. Nr. 361/1990) erbracht. Unter folgendem Link erfährst du mehr zu dieser Differenzierung: Therapie vs. Online-Beratung: Was ist eigentlich der Unterschied?
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