Mentale Gesundheit - Doro Raht

Zeit für den persönlichen Jahresrückblick

Ein persönlicher Jahresrückblick unterstützt Sie dabei, das vergangene gut abzuschließen. Und es hilft dabei, das neue Jahr mit mehr Klarheit über die eigenen Ziele und Wünsche zu begrüßen. Nutzen Sie die ruhigen Tage für diese Reflexion! Hier kommen 5 Tipps für den persönlichen Jahresrückblick.

Der Zauber des Neuen liegt schon in der Luft. Manche sehen dem endlosen Sommer des letzten Jahres mit Wehmut hinterher, andere freuen sich, endlich einen Abschluss für das Jahr zu finden. Viele Menschen fassen Vorsätze für das neue Jahr. Doch neue Pläne sind oft nur halb so gut, wenn das Vergangene nicht vorher ausgewertet wird.

1. Zeit für Reflexion nutzen

Widmen Sie die ruhige Zeit zwischen den Jahren der Reflexion über das vorangegangene Jahr. Was hat Ihnen gut gefallen und getan und was lief nicht so gut? Hierfür gibt es verschiedenste Methoden. Suchen Sie die für Sie passende heraus. Sorgen Sie auf alle Fälle für viel Ruhe, vielleicht auf dem Sofa, mit dem Lieblingstee, einer Kerze und schöner Musik. Oder in der Natur, warm eingepackt, auf der Lieblingsbank am See oder bei einem Waldspaziergang. Machen Sie sich Notizen oder sprechen Sie etwas auf Ihr Handy.

2. Persönlicher Jahresrückblick

Lassen Sie zunächst das Jahr Revue passieren. Einen guten Überblick bekommt man beim Anschauen von Fotos. Danach können Sie darüber nachsinnen, welche Menschen in der Zeit eine wichtige Rolle in Ihrem Leben gespielt haben und womit Sie sich beschäftigt haben. Welcher Kontakt und welche Tätigkeiten haben Ihnen gut getan und Freude gebracht? Ebenso ist es natürlich auch wichtig hinzuschauen, was nicht gelungen ist. Was war anstrengend oder hat Ihnen geschadet, beispielsweise sozial, emotional oder beruflich? Was für Herausforderungen sind Sie im letzten Jahr begegnet und wie?

3. Einen guten Abschluss für das Alte finden

Manches möchten Sie sicher im alten Jahr lassen, vielleicht eine schmerzhafte Trennung oder einen Konflikt. Aber auch die glücklichen Zeiten und die Geschenke des Lebens kann man bewusst verabschieden und sich nochmal mit Dankbarkeit an die schönen Momente erinnern. Denken Sie sich dafür Ihr ganz eigenes Ritual aus, wenn Sie mögen. Man kann die Erinnerungen bildlich ziehen lassen, beispielsweise als beschriebenes Papierschiffchen in einem Fluss. Denken Sie sich dafür etwas aus, dass Ihnen ganz persönlich entspricht. Man kann dieses eigene Ritual auch mit einem geliebten Menschen zelebrieren, zum Beispiel einem sehr engen Freund oder Partner.

4. Herausfinden, was Ihnen wirklich wichtig ist

Bei der Reflexion über das alte Jahr wird man ganz von alleine daran erinnert, was einem wirklich wichtig ist im Leben. Was zählt, was bleibt in Erinnerung? Vermutlich wird das seltener der neu gekaufte Pullover sein oder die abgenommenen 2 Kilogramm, sondern eher der gute Freund, der in einer schweren Zeit zu einem gehalten hat. Oder die nette Kollegin, mit der es im Arbeitsalltag immer etwas zu lachen gibt. Sie werden selber feststellen, was für Sie gerade am meisten zählt und die wichtigsten Erinnerungen ausgelöst hat. Vielleicht nutzen Sie diese Erkenntnis auch dafür, einem geliebten Menschen für die Unterstützung zu danken.

5. Bessere gute Vorsätze fassen

Nach einem persönlichen Jahresrückblick ist es viel einfacher gute Vorsätze zu fassen. Überlegen Sie sich, wovon Sie im nächsten Jahr gerne noch mehr hätten und was Sie im alten Jahr lassen wollen. Die so gewonnene Klarheit hilft dabei, realistische Ziele zu fassen, die Sie auf Ihrem persönlichen Weg weiterbringen: und diese Vorsätze werden Ihnen persönlich wirklich entsprechen! Notieren Sie sich diese Vorhaben und schauen sie sich nächstes Jahresende nochmal an: Sie werden erstaunt sein, wie viel davon Sie ganz automatisch umgesetzt haben, einfach durch die bewusste Auseinandersetzung damit!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem persönlichen Jahresrückblick und dem Abschluss des alten Jahres.

Fotoquelle: (c) iStock.com/YakobchukOlena